Balingen Startschuss für Sanierung des Bahnhofsareals

(mai), 24.01.2013 09:19 Uhr

Balingen - Nach der Aufhübschung der Bahnhofstraße nimmt die Stadt nun den unmittelbar angrenzenden Bereich rund um den Balinger Bahnhof ins Visier. Dem Gemeinderat liegt für die Sitzung am Dienstag, 29. Januar (17 Uhr, Stadthalle) ein entsprechender Bebauungsplan zur Aufstellung vor.

Diesen hatte die Stadt schon seit längerer Zeit in der Schublade schlummern – aktivieren kann sie ihn nun deshalb, weil sich die Eigentumsverhältnisse insbesondere durch den Kauf des Bahnhofsensembles durch den Privatmann Peter Seifert und damit auch die Möglichkeiten geändert haben: Bisher hatte die Bahn auf ihrem Gebiet das planerische Hoheitsrecht gehabt.

Das Plangebiet erstreckt sich entlang der Bahnhofstraße von der Olga- bis zur Mörikestraße. Grundsätzlich sollen dafür dieselben gestalterischen Regelungen getroffen werden wie sie für die Bahnhofstraße gelten – der Bereich rund um den Bahnhof soll sich zu einem schönen öffentlichen Raum mit Platzcharakter, zu einem "vitalen Stadtraum", entwickeln.

Die entsprechenden Ziele sind bereits seit 2005 in der sogenannten Vorbereitenden Untersuchung formuliert; damals angedacht war auch die Sanierung des denkmalgeschützten Stegs über die Bahngleise und möglicherweise die Errichtung einer Markthalle an der Stelle der vor sich hin gammelnden ehemaligen Bahnhofsgaststätte, besitz befindet.

Eine zentrale Rolle nimmt indes bei den ganzen Planungen der Bahnhofsvorplatz ein – und das ist derzeit die Krux an der Sache. Denn auf den Vorplatz hat die Stadt derzeit keinen Zugriff. Eigentümer Peter Seifert würde ihn nur allzu gerne an die Stadt verkaufen, die Stadt wiederum strebt eine Umwidmung zu einer öffentlichen Fläche an. "Wir sind weiterhin guter Hoffnung und gewillt, zu einer Einigung zu kommen", sagte Ernst Steidle gestern. Der Baudezernent verwies darauf, dass 516 der insgesamt rund 860 Quadratmeter des Vorplatzes durch Festlegungen im Kaufvertrag zwischen der Bahn und Seifert ohnehin als öffentliche Fläche anzusehen seien.

 
 
Kommentare (6)
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JAN
28
X.Y.Z., 20:22 Uhr

Missverständnis

Entschuldigen Sie das Missverständnis. In dem Fall gehe ich davon aus, dass ich auch das Wort 'mittragen' falsch interpretiert habe. Weiter gehe ich davon aus, dass Sie mit 'großen Teil' tatsächlich einen großen, aber nicht 100%igen Teil meinen. Damit lautete Ihr korrigerter Kommentar wie folgt: >>Die Allgemeinheit ist zu einem großen Teil Nutznießer des Bahnhofsvorplatzes. Insofern ist es konsequent, dass sie (über ihre Steuern bzw. Abgaben) die Kosten komplett tragen muss.<< Es tut mir leid, aber diese Argumentation ist mich nicht nachvollziehbar. Oder verstehe ich wieder etwas falsch?

JAN
27
G. S. , 17:22 Uhr

@X.Y.Z., 15:02 Uhr

Die Verwendung des Begriffs „Teil“ in meinen Kommentar haben Sie missverstanden. Bei dieser einen Anmerkung zu Ihrem Kommentar möchte ich es bewenden lassen. Ich bitte Sie, die Diskussion auf der sachlichen Ebene zu belassen.

JAN
27
X.Y.Z., 15:02 Uhr

Einen TEIL mittragen

Ah -- jetzt haben Sie es offensichtlich verstanden: Die Öffentlichkeit muss ihren Teil mittragen. Genau. Das soll sie ja auch in Form der Sanierung und Verkehrssicherungspflicht. 'Teil' heißt (hoffentlich auch bei Ihnen): Nicht alles. Also widerspräche es auch Ihrer Argumentation, wenn der öffentlich finanzierte 'Teil' 100% betragen würde. Denn von einem aufgehübschten Bahnhofsvorplatz profitiert auch das Bahnhofsgebäude. Es gibt keinen Grund, warum P.S. dazu nicht ebenfalls einen Teil beitragen sollte. Schön, dass G.S. das jetzt auch erkannt hat.

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