Balingen Orientierung für alle, die von auswärts kommen

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Federführend beim Zusammenstellen des Wegweisers (von links): Ute Sauter, Antje Heubach, Sozialdezernentin Dorothee Müllges, Landrat Günther-Martin Pauli, Lilly Oster und Magdalena Dieringer. Foto: Ungureanu Foto: Schwarzwälder-Bote

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Zollernalbkreis. 88 Seiten stark, mit einem Inhaltsverzeichnis in 15 Sprachen: Der Zollernalbkreis hat in Zusammenarbeit mit Diakonie, Caritas und weiteren Partnern einen Wegweiser herausgebracht. "Er ist dazu gedacht, Flüchtlingen eine Hilfestellung zu geben, aber nicht nur. Er richtet sich an alle Menschen, die von außerhalb in den Zollernalbkreis kommen", erklärt Landrat Günther-Martin Pauli.

Darin sind Adressen und Anlaufstellen enthalten, Hinweise zu Behördengängen und sozialen Einrichtungen, Hilfe bei der Wohnungssuche, der Beschaffung einer Arbeitserlaubnis, ein Verzeichnis der Bildungseinrichtungen und Vorbereitungsklassen, Informationen zu Kindergeld, Teilhabe, Verkehrsverbindungen und Tafelläden. Und ganz am Ende gibt es auch einen "Refugee Guide", eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland. Unter anderem geht es darin um persönliche Freiheiten, gesellschaftliches Zusammenleben, Gleichberechtigung, Umweltfreundlichkeit, Essen, Trinken und Rauchen, aber auch um Pünktlichkeit, Umgangsformen und freie Partnerwahl.

"Es ist ein erster Schritt in diese Richtung", sagt Pauli. "Wir warten auf die Reaktionen und prüfen, wie wir den Wegweiser weiterentwickeln können. Schon jetzt gebe es Überlegungen, weitere Schritte in "digitaler Form" zu tun. Eine deutsche und eine englische Version gebe es bereits im Internet zum Herunterladen. Und die Broschüre, die in einer Erstauflage von 5000 Stück herausgekommen ist, sei breit gestreut worden, erklärt Ute Sauter von der Stabsstelle Integration des Landkreises. Unter anderem an alle Rathäuser, aber auch an Ämter, Asylkreise, Moscheevereine und mehr.

Auch für die Kreisverwaltung sei es hilfreich, den Überblick zu haben, einmal selbst zu prüfen, wie kurz die Wege sind und ob das ein oder andere noch "verschlankt" werden könne, fügt Pauli hinzu. Zum Beispiel der öffentliche Personennahverkehr. Der sei hauptsächlich auf die Schülerbeförderung ausgerichtet. Dabei gebe es auch andere Bevölkerungsgruppen, bei denen Bedarf bestehe.

Hilfreich sei beim Zusammentragen der Themen gewesen, Diakonie und Caritas mit am Tisch zu haben. Da habe man aus der täglichen Arbeit bereits gewusst, welche Fragen die Neu-Zollernälbler stellen, bestätigen Magdalena Dieringer von der Diakonischen Bezirksstelle Balingen, Antje Heubach vom Caritasverband Zollern und Lilly Oster vom Caritasverband Schwarzwald-Alb-Donau.

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