Balingen (mai). In den Verhandlungen zwischen Eigentümer Peter Seifert und der Stadt Balingen um die Zukunft des Balinger Bahnhofsgebäudes und des Vorplatzes zeichnet sich eine Lösung ab. Denkbar erscheint nun, wie Seifert gegenüber unserer Zeitung sagte, dass die Stadt den Vorplatz bekommt – allerdings unter ganz anderen Umständen als bisher diskutiert.

Vier Stunden saßen Peter Seifert sowie Baudezernent Ernst Steidle, der Leiter des Stadtplanungsamts Michael Wagner sowie dessen Stellvertreterin Sabine Stengel gestern morgen zusammen. Ins Verhandlungs-Spiel gebracht wurde von Seiten der Stadtverwaltung der Vorschlag, den Bahnhofsvorplatz zu einem öffentlichen Platz umzuwidmen – Seifert bliebe in diesem Fall Eigentümer, die Stadt hätte indes freie Hand bei der künftigen, erklärtermaßen gewollten Neugestaltung. Im Gegenzug könnte das sanierungsrechtliche Genehmigungsverfahren für die Modernisierung des Bahnhofsgebäudes zügig abgewickelt werden, Seifert das Projekt also schnell angehen.

Falls sich die Parteien darauf einigen, müsste die Stadt das Vorkaufsrecht nicht ausüben – sie hätte schließlich, was sie will: den Vorplatz. Und noch mehr: Der Weg wäre frei für einen Bebauungsplan, der außer den Vorplatz auch die Bahnhofstraße und die ehemalige Bahnhofsgaststätte umfasst.