Balingen - Chancenlos war am Mittwochabend Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten bei der 22:34 (6:16)-Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel, wenngleich sich die Schwaben in Halbzeit zwei steigerten.

Den tapferen "Galliern von der Alb" hätte wohl auch der Zaubertrank von Miraculix nichts geholfen, denn zu eindeutig waren die Kräfteverhältnisse verteilt zwischen dem Rekordmeister und den ersatzgeschwächten Schwaben – musste HBW-Trainer Rolf Brack doch gleich auf sechs verletzte Akteure verzichten.

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Die "Zebras" sorgten schnell für klare Verhältnisse, bestraften jeden Ballverlust oder Fehler der Gastgeber, die mit der 5:1-Deckung der Gastgeber überhaupt nicht zurecht kamen, gnadenlos. Schon nach zehn Minuten führte der THW mit 6:2. Bezeichnend für die Angriffsschwäche des HBW: Der erste Treffer aus dem Feld gelang Florian Billek erst nach 21 Minuten zum zwischenzeitlichen 3:12. Nach 30 Minuten hieß es 6:16.

Zu Beginn der zweiten Hälfte legte Kiel zwei weitere Treffer zum 6:18 nach, schaltete danach aber einen Gang zurück, was die Gastgeber zu einem 6:1-Lauf zum 11:19 (37.) nutzten. Paul Bar, der im zweiten Durchgang das HBW-Tor hütete, sorgte mit starken Paraden dafür, dass der THW nicht weiter als auf zehn Tore davon zog. In der Schlussphase legten die "Zebras" aber noch mal ein kleines Schippchen drauf und kamen am Ende zu einem ungefährdeten 34:22-Erfolg.

HBW Balingen-Weilstetten: Putera, Bar (ab 31.); König (1), Foth, Herth (3/2), Milosevic, Tubic, Ettwein (1), Theuerkauf (4), Wessig, Häfner (2), Skvaril (1), Billek (8), Liniger (2/2).

THW Kiel: Omeyer, Palicka; Sigurdsson (2), Sprenger (3), Ahlm, Wiencek (3), Ekberg (5/2), Zeitz (1), Palmarsson (4), Narcisse (4), Ilic (1), Klein (1), Jicha (4), Vujin (6/2).