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Balingen HBW: 17 Punkte kein Ruhekissen

Ulrich Mußler , vom 22.02.2012 05:00 Uhr
Ein seltenes Bild am vergangenen Samstag: Kai Häfner (Mitte) wird von den Großwallstädtern Joakim Larsson (links) und Steffen Weinhold in seinem Tatendrang gebremst. 
Foto: Single Foto: Schwarzwälder-Bote
Ein seltenes Bild am vergangenen Samstag: Kai Häfner (Mitte) wird von den Großwallstädtern Joakim Larsson (links) und Steffen Weinhold in seinem Tatendrang gebremst. Foto: Single Foto: Schwarzwälder-Bote

Balingen - 17:23 Punkte, Tabellenplatz zehn. Der HBW Balingen- Weilstetten steht ausgezeichnet da in der Handball-Bundesliga. Trainer Rolf Brack jedoch sagt: "Das ist kein Grund, die Füße hochzulegen."Zwar war der 27:20-Heimsieg am Samstag über den TV Großwallstadt ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.

In seiner Zwischenbilanz der Spiele im Jahr 2012 aber erkennt HBW-Trainer Rolf Brack: "Wir hatten sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, jetzt sind es nur noch fünf. Es kann sein, dass wir 23 oder 24 Punkte brauchen, um die Klasse zu halten. 17 Punkte – das ist kein Grund, die Füße hochzulegen."

Obwohl er seinem Team nach dem Sieg über Großwallstadt noch einiges an Verbesserungspotenzial attestierte – "das Unterzahlspiel war konzeptlos, im Konterspiel haben wir einige Reserven, und auch die ehemals starke Achse Rückraum-Kreis ist verloren gegangen" – sieht er sein Team auf einem guten Weg. "Die Mannschaft hat nach den harten Trainingswochen eine gute Form, die Voraussetzungen, in den kommenden zwei, drei Spielen einen Lauf hinzulegen, sind also da", sagt Brack, der in den kommenden Tagen den Schwerpunkt besonders auf das Angriffsspiel legen will. Der Grund: Mit 500 Treffern – das Jubiläumstor erzielte Fabian Gutbrod mit dem 27:20 gegen Großwallstadt – haben die Schwaben die schwächste Offensive der Liga. Die Deckung hingegen ist mit 546 Gegentreffern die viertbeste der Klasse. "Deshalb werden wir an den Schwächen arbeiten, ohne die Stärken zu vernachlässigen", so der HBW-Trainer.

Bereits am Freitag steht für den HBW das nächste Vier-Punkte-Spiel auf dem Programm. Dann muss die Brack-Sieben bei der TSV Hannover-Burgdorf, dem künftigen Klub von Torhüter Martin Ziemer, ran. Das Hinspiel gegen den 14. der Tabelle (14:26 Punkte) entschieden die Schwaben mit 32:29 für sich. Nun peilen sie in Niedersachsen die Punkte an. "Ein Auswärtssieg bei einem direkten Konkurrenten muss unser Ziel sein. Damit würden wir Hannover um fünf Punkte distanzieren. Verlieren wir, beträgt der Vorsprung nur noch einen Punkt", merkt Brack an.

Dass Neuzugang Morten Slundt am Freitag seine Premiere im HBW-Trikot gibt, ist momentan noch unwahrscheinlich. "Natürlich versuchen wir, ihn so schnell wie möglich zu integrieren. Aber wegen seiner Oberschenkelverletzung ist er noch nicht bei 100 Prozent", meint Brack, der gleich noch den Leitsatz "never change an winning team" hinterherschiebt.

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