Balingen HBW wünscht sich größere Halle
Detlef Hauser, 18.05.2012 09:00 Uhr
Die Handballspieler des HBW Balingen-Weilstetten sollen künftig mit noch mehr Zuschauern jubeln können – weshalb eine Erweiterung der SparkassenArena geplant ist. Foto: Single
Balingen - Nicht jede Saison gegen den Abstieg spielen, den HBW Balingen-Weilstetten dauerhaft in der Handball-Bundesliga etablieren – dieses Vorhaben haben sich die HBW-Verantwortlichen auf die Fahnen geschrieben. Dabei helfen soll die Erweiterung der SparkassenArena.
"Mit mehr Sitzplätzen und Logen für Sponsoren lässt sich mehr Geld generieren", erklärt HBW-Präsident Arne Stumpp. Er gibt zu bedenken, dass ein um rund 500 000 Euro höherer Etat einfach notwendig sei, damit es in Balingen auch in den nächsten Jahren Bundesliga-Handball gibt. Derzeit verfüge der HBW noch über einen der kleinsten Etats in der Liga und spiele in einer der kleinsten Hallen.
Daher habe man sich in den vergangenen Wochen verstärkt Gedanken darüber gemacht, wie die Kapazität der SparkassenArena erhöht werden könnte. Die Möglichkeit einer zusätzlich eingehängten Tribüne auf der Südseite wurde verworfen, weil die Höhe der Halle Grenzen vorgebe und es statisch nicht ganz einfach sei, dieses Vorhaben umzusetzen, sagt Stumpp.
Inzwischen gibt es nach Vorgesprächen mit der Stadt, die die Halle für viele Jahre gemietet hat, und dem Besitzer der Halle, der Firma Reisch aus Bad Saulgau, Pläne über eine Erweiterung entweder in Richtung Bundesstraße oder in Richtung Pavillon. Nach Ansicht von Arne Stumpp müsse für diesen sowieso eine neue Lösung gefunden werden. Ziel sei eine Besucherzahl von rund 3000, wobei die Sitzplätze nach den Plänen um das ganze Spielfeld angeordnet sind und die so genannte Hölle Süd dann laut Stumpp wirklich einer Arena entspricht – wenn auch auf Kosten einiger Stehplätze.
"Stadt kann die Erweiterung nicht tragen"
Auch wenn Bürgermeister Reinhold Schäfer auf Anfrage unserer Zeitung klarstellt, dass "die Stadt die Erweiterung nicht tragen kann", und Hauptsponsor Sparkasse Zollernalb signalisiert, "dass die Bank sich derzeit nicht in der Position sieht, agieren zu müssen", wie es der Leiter Kommunikation Ralf Hirmer formuliert, lässt sich der HBW-Präsident davon nicht beirren. Bei der Präsentation der Pläne zur Hallenerweiterung "ist die Grundstimmung sehr, sehr positiv gewesen".
Stumpp weiß aber, dass es von der Entwicklung einer "Vision" bis zu deren Umsetzung ein weiter Weg ist. Daher gelte es, zunächst einmal die Finanzierung sicherzustellen, wobei der HBW auch versuchen werde, Zuschüsse zu erhalten wie zum Beispiel Liga-Konkurrent Frischauf Göppingen bei dessen Hallenbau. Danach könne darüber diskutiert werden, ob die bestehende rechtliche Konstruktion eventuell durch eine Betreibergesellschaft ersetzt werden könnte.
Bis in einem halben Jahr will Stumpp Klarheit darüber haben, ob das Vorhaben zu realisieren ist. Sollte dies der Fall sein, könnte bereits 2013 oder 2014 mit der Erweiterung begonnen werden. "Bis es so weit ist, wartet aber noch viel Arbeit auf uns", ist sich der Präsident sicher.



Hallenerweiterung
Warum wurde die Halle nicht von Anfang an modular aufgebaut um später etwaige Erweiterungen vornehmen zu können. Bei jedem Hallenbau in Süddeutschland werden die gleichen Fehler gemacht!