Balingen HBW schrammt am Wunder vorbei

Ulrich Mußler, 20.12.2012 06:18 Uhr

Balingen - Nichts war’s mit dem Weihnachtswunder. Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten musste sich am Mittwochabend in der ausverkauften Sparkassen-Arena nach einem hochdramatischen Baden-Württemberg-Derby Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen mit 33:34 (16:14) geschlagen geben. Sekunden vor Schluss landete der letzte Wurf des Spiels von Kai Häfner in der Löwen-Deckung.

Was für ein Spiel. Da war Pfeffer drin. Der HBW verlangte dem Favoriten mit einer ganz starken Leistung alles ab, wurde dafür aber nicht belohnt. Hatten sich die Schwaben zuletzt in Melsungen von den Halbpositionen wenig torgefährlich präsentiert, so setzten Roland Schlinger (2) und Kai Häfner gleich einmal ein Zeichen. Ohnehin waren die Gastgeber zu Beginn in der Offensive unheimlich effektiv. Dragan Tubic besorgte dem Brack-Team in der achten Minute per Konter eine 6:4-Führung.

Das große Problem der Hausherren: Sie bekamen Löwen-Kreisläufer Bjarte Myrhol – in der zweiten Welle immer die Anspielstation der Gäste – nicht bin den Griff, und auch Linkshänder Alexander Petersson machte ihnen zu schaffen. Ein Doppelpack von Petersson zum Ausgleich (8:8/14.) einer von Myrhol zum 10:12 (23.) – der Favorit, schien nun das Kommando zu übernehmen. Doch der HBW schlug mit einem 4:0-Lauf, den Häfner mit dem 14:12 (28.) krönte zurück, und ging mit einer 16:14-Führung in die Pause.

Und es sollte noch besser werden. Mit Kontern von Florian Billek, Frank Ettwein und Felix König legte der HBW gar auf 23:18 vor (37.). Doch ein paar seltsame Pfiffe – Zeitstrafen gegen den HBW eingeschlossen – der Referees Peter Behrens und Marc Fasthoff, die nun die »Löwen-Brille« aufhatten sowie starke Aktionen von Gäste-Spielmacher Andy Schmid brachten den Favoriten 32:30 in Front (54.).

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Wieder kämpfte sich der HBW durch Liniger und Billek zum Remis (33:33/57.), Petersson traf zum 33:34. Weil Liniger danach von der Siebenmetermarke gegen Niklas Landin. vergab, sollte dies den Endstand bedeuten.

HBW: Katsigiannis, Putera (46.-54.); König (4), Foth (1), Herth (2), Tubic (1), Ettwein (1), Schlinger (9), Theuerkauf (1), Wessig, Häfner (4), Billek (4), Liniger (5/1). –

Löwen: Landin, Stojanovic (31.-42.); Schmid (11/6), Roggisch, Sesum (5), I. Guardiola, Sigurmannsson, Myrhol (11), Groetzki (1), G. Guardiola (1), Petersson (5), Eckdahl du Rietz.
 

 
 
Kommentare (2)
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DEZ
21
HBWler, 15:07 Uhr

Falscher Sport?

Tzzzzz, wenn man dich immer runterpfeift und der Gegner alles machen darf und du selber nichts, dann ist das höchst unverdient so zu verlieren! FORZA HBW!!

DEZ
20
ossi4 , 10:22 Uhr

verdiente Niederlage

Doch ein paar seltsame Pfiffe – Zeitstrafen gegen den HBW eingeschlossen – der Referees Peter Behrens und Marc Fasthoff, die nun die »Löwen-Brille« aufhatten ,führten zur verdienten Niederlage. Mit härte und unfairen Mitteln, kann man eben kein Spiel gewinnen...