Balingen HBW muss sich HSV mit 21:25 beugen
Ulrich Mußler, 29.03.2012 09:08 UhrBalingen - Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat auch den dritten Vergleich in dieser Saison mit Meister HSV Hamburg verloren. Nach der 20:32-Heimniederlage im DHB-Pokal und dem 22:36 in der Vorrunde setzte es für das Team von Trainer Rolf Brack gestern in der Balinger Sparkassen-Arena ein weitaus knapperes 21:26 (12:14).
Der HBW erwischte eigentlich einen Auftakt nach Maß. Den Hamburgern waren die Nackenschläge der vergangenen Wochen sichtlich anzumerken. Die Nervosität des Meisters drückte sich in einigen schwachen Abspielen aus. Die nutzte Dennis Wilke zu einem Doppelpack – 2:0 (3. Minute). Die Gastgeber hätten ihren Vorsprung gut und gerne weiter erhöhen können. Schließlich hatten sie mit Martin Ziemer einen Torhüter, der sein Gegenüber Dan Beutler klar in den Schatten stellte. Doch es haperte im Angriff, entweder der HBW verdaddelte die Kugel oder schloss zu fahrlässig ab. So benötigte etwa der glücklose Roland Schlinger für seine ersten drei Treffer im ersten Abschnitt gefühlte 15 Versuche. Der HSV nahm die Einladungen zum Kontern dankend an. Mit zwei Treffern in Serie beendete Domagoj Duvnjak einen 9:2-Lauf der Gäste mit dem 9:4 (14.). Und Hamburg blieb vorn, Pascal Hens traf zum 12:7, und so hatte sich der Meister nach 24 Minuten einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen. In der Schlussphase der ersten Hälfte kamen aber auch die Schwaben wieder ins Rollen. Schlinger, Fabian Gutbrod und Wilke verkürzten auf 10:12 (29.), und mit dem Pausensignal sorgte Jens Bürkle dafür, dass der Rückstand des HBW auch nach 30 Minuten bei zwei Treffern Differenz blieb.
Der HBW kam stark aus der Pause, profitierte auch von einer Zeitstrafe gegen Hamburgs Renato Vugrinec. Frank Ettwein erzielte in Überzahl das 15:15, Benjamin Herth legte die 16:15-Führung nach (35.). Doch wie gewonnen, so zerronnen. Zwei Siebenmeter von Hans Lindberg, ein Tor von Hens, und der HSV lag wieder mit 19:17 vorne (40.). Nachdem Bürkle der 19:20-Anschlusstreffer gelungen war, aber klappte in der Offensive des HBW nichts mehr. Eine gewaltige Streuung in den Würfen, ein plötzlich erwachter HSV-Keeper Beutler waren die Gründe dafür, dass die Hanseaten nun auf 24:19 davonzogen und damit fünf Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung herbeigeführt hatten.
HBW: Ziemer, Puhle; König (1), Herth (4/1), Sauer (1), Keinath, Wilke (4/2), Ettwein (1), Schlinger (4), Strobel, Wessig, Bürkle (2), Gutbrod (4), Slundt (n.e.).
HSV Hamburg: Beutler, Meier (n.e.); Kraus, Schröder (3), Duvnjak (3), Lackovic, Flohr (3), Vori (4), B. Gille (1), G. Gille, Vugrinec (3), Lindeberg (4/3), Lijewski, Hens (4).




