Von Ulrich Mußler

Der Ausflug nach Hessen hat sich für den Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten nicht gelohnt. Drei Tage nach dem Achtelfinal-Aus im DHB-Pokal (23:27) unterlag das Team von Trainer Rolf Brack auch am Samstag im zweiten Duell mit der MT Melsungen mit 29:31 (11:15).

Eine Viertelstunde vor dem Ende sah vor 2350 Zuschauern in der Kasseler Rothenbachhalle alles danach aus, als wäre die Partie gelaufen. Melsungen führte mit 24:18. Dann aber sorgten die Schwaben wieder für Spannung. Trainer Brack setzte im Angriff auf den siebten Feldspieler, und tatsächlich kam sein Team noch einmal in Schlagdistanz. Roland Schlinger und Manuel Liniger (3) verkürzten auf 22:24 (47.). MT-Kapitän Nenad Vuckovic, neben Spielmacher Patrik Fahlgren (7 Tore) das Schreckgespenst der HBW-Deckung, antwortete aber mit dem 25:22. Melsungen nahm den Rhythmus wieder auf, zog auf 31:27 davon, ehe Benjamin Herth und Christoph Theuerkauf noch Ergebniskosmetik zum 31:29-Endstand gelang.

Der HBW hatte im ersten Abschnitt eine 3:1-Führung hingelegt, ehe Melsungen das Kommando übernahm. "Wir haben es nicht geschafft, in der Abwehr die nötige Zweikampfqualität zu entwickeln, außerdem hat uns die Durchschlagskraft aus dem Rückraum gefehlt", so HBW-Trainer Rolf Brack. HBW Balingen-Weilstetten: Katsigiannis, Putera; König (1), Foth (2), Herth (4/1), Tubic, Ettwein (3), Schlinger (1), Theuerkauf (2), Wessig, Häfner (2), Skvaril (1), Billek (5), Liniger (8/5). MT Melsungen: Sandström, Appelgren; Stenbäcken (1), Mansson (5), Kubes, Fahlgren (7), Schröder (2), Vasilakis (2), Hildebrand, Danner, Sanikis, Karipidis (6/2), Allendorf (3), Vuckovic (5).