Balingen HBW fehlt die Aggressivität

Ulrich Mußler, 23.04.2012 05:02 Uhr

Balingen - Angesichts der langen Verletztenliste war die Ausgangslage beim Handball- Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten für das Spiel beim TuS N-Lübbecke nicht gerade prächtig – dennoch hatte sich Trainer Rolf Brack mehr erwartet als ein 21:30 (10:17).

"Der TuS war aggressiver in den Zweikämpfen und hat sich im Angriff in den 1:1-Situationen immer wieder recht leicht durchgesetzt. Unser Aufritt war leidenschaftslos", nennt Trainer Rolf Brack die Gründe dafür, dass seine Mannschaft in der Lübbecker Kreissporthalle mit 21:30 deutlich den kürzeren zog. Dass der Wille nicht ausgeprägt genug war, verdeutlicht die Tatsache, dass der HBW nicht einen Strafwurf zugesprochen bekam. "Und 21 Tore sind bei weitem zu wenig", so Brack.

Natürlich seien auch die taktischen Möglichkeiten ohne die beiden Halbrechten Kai Häfner und Alexis Alvanos, Felix König sowie die beiden wichtigen Abwehrspieler Sascha Ilitsch und Frank Ettwein gering gewesen.Zudem war Dennis Wilke (Sprunggelenk) gehandicapt ins Spiel gegen seinen künftigen Arbeitgeber gegangen. Die Einsatzzeiten der Angeschlagenen Martin Ziemer (Sprunggelenk) und Morten Slundt (leichte Adduktorenzerrung) hielten sich ebenfalls in Grenzen. Der am Saisonende scheidende TuS-Trainer Markus Baur war zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft und sah sich in der Art der Spielvorbereitung bestätigt: "Wir hatten uns in den drei vergangenen Tagen sehr gut auf Balingen eingestellt." Der Lohn für die Ostwestfalen war die Revanche für die 25:26-Hinspielniederlage.

Schon auf der Rückfahrt nahm HBW-Trainer Brack den kommenden Gegner Eintracht Hildesheim auf einem Videomitschnitt unter die Lupe – beim 29:28-Auswärtssieg gegen den Bergischen HC. "In dem Spiel hat Hildesheim einige überraschende Stärken gezeigt", so der HBW-Coach. Nach dem Heimspiel gegen das Schlusslicht am kommenden Samstag (19 Uhr) bekommt es sein Team auswärts auch noch mit dem Duo zu tun, auf das es fünf Spieltage vor Saisonende fünf Punkte Vorsprung hat.

"Wir spielen noch gegen die drei, die ganz hinten in der Tabelle stehen. Wir sollten gleich unseren ersten Matchball nutzen", sagt Brack mit Blick auf das Hildesheim-Heimspiel. Bis dahin dürfte Sascha Ilitsch wieder mit von der Partie sein. "Außerdem wird einer der beiden Linkshänder auflaufen, und bei Frank Ettwein habe ich die Hoffnung, dass er rechtzeitig ins Training einsteigt", so der Sportwissenschaftler weiter.

 
 
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