Balingen - Nur wenige Tage bleiben dem Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten nach der 19:32-Pleite beim HSV Hamburg auf die nächste Aufgabe einzustimmen. Schon am Freitag kommt der TV Großwallstadt (19.45 Uhr, Sparkassen-Arena Balingen).

Erst spät in der Nacht kamen die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten nach der Niederlage in Hamburg zu Hause an. Am Montag wurde nicht trainiert, gestern Vormittag auch nicht.

Abends dann nur mit schmalem Kader – Florian Billek hatte sich mit einer starken Erkältung abgemeldet, Kai Häfner und Christoph Theuerkauf werden erst heute Abend vom Fitness-Test der deutschen Nationalmannschaft in Barsinghausen zurück erwartet. Der zuletzt an der linken Schulter lädierte Rückraum-Shooter Roland Schlinger hingegen machte nach mehreren Wochen Zwangspause seine ersten Trainingsversuche. Die Chance, dass er am Freitag im Schlüsselspiel gegen den Tabellenvorletzten TV Großwallstadt auflaufen kann, beziffert sein Trainer Rolf Brack bei 50 Prozent.

Der Auftritt am Sonntag beim HSV gab Brack zu denken, hatte er sein auf zahlreichen Positionen umgekrempeltes Team noch beim 31:30-Auswärtssieg gegen den TuS N-Lübbecke auf einem guten Weg gesehen. "In Hamburg hatten wir in allen Bereichen extreme Schwächen", sagt Brack Zu kurz die Zeit, bis zum Freitag, an allen Baustellen zu arbeiten. "Es geht darum, uns auf die Auslösungen vorzubereiten, die Großwallstadt gegen eine offensive Deckung zu bieten hat. Deshalb ist das Hauptthema Abwehr-Konter", so der HBW-Coach weiter.

Zwei Partien des Altmeisters hat Brack in den vergangenen Tagen analysiert, unter die Lupe genommen, wie der TVG bei seiner 27:32-Niederlage beim TV Neuhausen gegen eine offensive Abwehr spielte, und sich die 27:28- Heimniederlage der Großwallstädter gegen Frisch Auf Göppingen zu Gemüte geführt. "Allerdings hat der TVG seit vergangenen Mittwoch Zeit, gegen uns etwas spezifisch Neues zu entwickeln", gibt Brack zu bedenken. Ein weiterer Überraschungsmoment: was hat TVG-Neuzugang Chen Pomeranz zu bieten. "Mit ihm hat sich Großwallstadts individuelle Klasse und Unberechenbarkeit erhöht. Auf ihn müssen achten", sagt Brack. Gegen Göppingen traf der Rückraumspieler siebenmal.