Balingen HBW bleibt in Bundesliga

Ulrich Mußler , 21.05.2012 06:01 Uhr

Balingen - Seit Samstag, 18.57 Uhr, ist es fix – der HBW Balingen-Weilstetten spielt auch in der kommenden Saison in der Handball-Bundesliga. Mit dem 28:25-Erfolg über den TV Hüttenberg hat der Bergische HC dem Team von Trainer Rolf Brack Schützenhilfe geleistet.

Am Smart-Phone eines österreichischen Trainerkollegen – zahlreiche Coaches aus der Alpenrepublik waren am Wochenende in Balingen, um sich bei Rolf Brack weiterzubilden – verfolgte der HBW-Trainer im Live-Ticker den Spielverlauf in Solingen, nahm nachdem der 28:25-Heimsieg des Bergischen HC über den TV Hüttenberg feststand die Glückwünsche zum Klassenerhalt entgegen. "Wir wollen natürlich immer noch unsere Rekordmarke von 24 Punkten überbieten. Aber jetzt können wir die kommenden Aufgaben beim Bergischen HC und zuhause gegen die SG Flensburg-Handewitt doch gelöst angehen", sagte der Sportwissenschaftler erleichtert.

Denn nach Eintracht Hildesheim und dem BHC kann nun auch der TV Hüttenberg seine Mannschaft nicht mehr aus der “stärksten Liga der Welt” kegeln. Hildesheim steht bereits seit Wochen als Absteiger fest. Zwei Spieltage vor dem Saisonende kämpfen nun noch die HSG Wetzlar (19:45 Punkte) sowie die punktgleichen Mannschaften des Bergischen HC und des TV Hüttenberg (beide 17:47) um einen verbleibenden Platz in der Liga.

Noch am Freitag hatte beim HBW Balingen-Weilstetten der Frust die Stimmungslage bestimmt. Mit 21:26 zogen Wolfgang Strobel und Co. gegen den Champions-League-Halbfinalisten Füchse Berlin in der ausverkauften Sparkassen-Arena den Kürzeren. Dabei zeigte der HBW im Vergleich zur Pleite in Hüttenberg (27:29) eine deutliche Steigerung, doch Kampf und Einsatz alleine genügte eben nicht, gegen die spielerisch überlegenen Gäste.

Zwar hatten sich die Schwaben nach einem Doppelpack von Dennis Wilke und Sascha Ilitsch in der 40. Minute bis auf 17:18 herangearbeitet. Dann aber zogen die Füchse wieder davon und brachten die Partie sicher nach Hause. "Gerade in kritischen Situationen hat man die Klasse der Berliner gesehen. Kompliment an Berlin auch für diese kämpferische Gegenwehr. Nach so vielen Spielen mit einem überschaubaren Kader ist das für mich phänomenal", so Brack in Richtung des Gegners. Wieder einmal zeigten sich die begrenzen Mittel des HBW in der Offensive. "Wenn wir nur sechs Kontertore erzielen, bleiben wir eben bi 21 Treffern stehen. Leider haben wir es im Angriff nach dem 17:18 nicht geschafft die nötige Qualität an den Tag zu legen. Dennoch haben wir gegen eine solche Top-Mannschaft am für uns maximalen Level gespielt", sagte der HBW-Coach weiter.

Am heutigen Montag beginnen er und seine Mannschaft mit der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim Bergischen HC am kommenden Samstag (19 Uhr). Grund dafür zu Zügel nun locker zu lassen sieht Brack aber nicht – schließlich geht es für den HBW noch immer um eine neue Punkte-Bestmarke, und die liegt bislang bei 24 Zählern – noch also fehlen drei zum Rekord.

 
 
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