Balingen Gymnasium: Sanierungen bis Ostern beendet

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Große Mengen an Styropor, die in der Realschule angefallen sind, müssen entsorgt werden. Das könnte noch teuer. Foto: Stadt

Balingen - Die Aufgaben an den Schulen gehen nicht aus: Im Gymnasium liegt die Sanierung des B-Baus zwar in den letzten Zügen. Danach geht es im D-Bau weiter, um schließlich zur Realschule Balingen zu wechseln. Dort steht eine weitere Großmaßnahme an.

In der Sitzung des Technischen Ausschusses am Mittwoch kündigte der Leiter des Hochbauamts, Frieder Theurer, das Ende der Sanierungsarbeiten im B-Bau für Ende Januar an. Der Brandschutz und die Betonsanierung seien erledigt. Nun stünden noch Schreinerarbeiten an, mit denen der Ausschuss die Firma Stegmüller aus Rosenfeld für 55 000 Euro beauftragte.

Bis Ostern sollen auch die Maßnahmen im D-Bau, also in der Turnhalle, abgeschlossen sein, führte Theurer weiter aus. Im Zusammenhang mit der umfassenden Sanierung des Umkleide- und der Sanitärbereichs vergab der Ausschuss die Elektroinstallationen an die Balinger Firma Heck für 65 000 Euro und die Sanitärinstallationen an die Balinger Firma Stier für 63 000 Euro.

200 000 Euro waren dafür bereits eingestellt, um unter anderem die Wasserleitungen und die Lüftungsrohre zu erneuern und zu dämmen. Der Betrag reiche aber nicht aus, weil es nach dem Entfernen der Fliesen "Überraschungen" gegeben habe, so Theurer. So sei der Estrich "marode" und die Dämmung verfault gewesen. Und auch der Beton musste saniert werden. Daher sei mit Mehrkosten von rund 150 000 Euro zu rechnen, die nach der Zustimmung durch den Ausschuss in den Haushalt 2017 eingestellt werden.

Auf die Frage von Ulrich Teufel (SPD), was mit dem undichten Gymnasiumdach sei, teilte Theurer mit, dass es repariert werde, wenn es wieder etwas wärmer ist. "Irgendwann muss das Dach aber ganz saniert werden", ergänzte Baudezernent Michael Wagner an. Etwas genauer wurde Oberbürgermeister Helmut Reitemann, der festhielt, dass die Generalsanierung des Dachs in den nächsten fünf bis zehn Jahren angegangen werden müsse. "Auch der Keller ist noch nicht gemacht", erinnerte Reitemann daran, dass im Falle des Gymnasiums noch weitere Investitionen anstehen.

Für die Baustelle Balinger Realschule nimmt die Stadt noch einmal drei Millionen Euro in die Hand. Laut Brandschutzgutachten müssen die weiteren Arbeiten bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Zunächst sollen im zweiten Obergeschoss auf den Fluren und in den Klassenzimmern Brandschutzmaßnahmen vorgenommen werden. Geplant ist unter anderem die Sanierung der Betondecken. Zudem ist vorgesehen, die Unterrichtsräume zu renovieren und nach den "heutigen pädagogischen Erfordernissen" auszustatten.

Die Umsetzung soll in zwei Bauabschnitten erfolgen, die Finanzierung in den Jahren 2017, 2018 und 2019. 1,3 Millionen Euro sind schon einmal für 2017 eingeplant. Dieser Betrag war unter anderem für Straßenbaumaßnahmen und Kanalarbeiten eingeplant gewesen, doch diese Vorhaben können 2016 nicht mehr ausgeführt werden, wie Oberbürgermeister Helmut Reitemann erläuterte. Er versicherte, dass der gleiche Betrag wieder als Verpflichtungsermächtigungen in den kommenden Haushalt eingestellt werde.

Ob es bei den drei Millionen Euro für die Realschul-Sanierungen bleibt? Gegen Überraschungen sei man nicht gefeit, wurde festgehalten. So könnte es durchaus sein, dass die Entsorgung von Unmengen an Styropor wegen neuer Verordnungen sehr teuer werde.

Angesichts der vielen Sanierungsmaßnahmen in den Schulen forderte Ortsvorsteher Wolfgang Schneider, die Straßensanierungen nicht aus den Augen zu verlieren. Diese dürften nicht immer weiter aufgeschoben werden. Die Stadt laufe dann nämlich Gefahr, die Aufgaben nicht mehr abarbeiten zu können.

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