Balingen Frostschäden sind schwerer als befürchtet

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Wohl hinüber: Diesen Weinreben hat der Frost der vergangenen Nächte arg zugesetzt. Foto: Ungureanu Foto: Schwarzwälder-Bote

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Zollernalbkreis. Schlimmer als befürchtet waren laut Markus Zehnder die beiden frostigen Nächte zum Donnerstag und zum Freitag: braune Blüten, erfrorene Triebe. Auch die Blumen im Garten haben stark gelitten. Temperaturen von minus zwei Grad wären kein Problem gewesen, sagt der Kreisobstberater. "Aber bei minus sechs oder gar minus zehn Grad hatten die Blüten keine Chance."

Für die Bäume, Sträucher und Weinstöcke sei das nicht existenzbedrohend: "Sie werden wieder durchtreiben, aber eine zweite Blüte wird nicht kommen. Es gibt Laub, aber keine Blüten." Dabei habe es anfangs angesichts des warmen Wetters und der frühen Blüte noch ganz anders ausgesehen

Während es bei Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen und Weintrauben einen "annähernden Totalschaden" gebe, hätten Äpfel und Birnen noch eine Chance: Offene Blüten seien zwar erfroren, aber an den Blüten im "Ballonstadium" gebe es noch keine Frostschäden. "Wenn nur ein Prozent dieser Blüten befruchtet wird, kann es schon einen Vollertrag geben. Mit einem mittleren Ertrag sei allemal zu rechnen. "Aber es kann noch manches passieren", räumt Zehnder ein.

Manch einer habe vorgesorgt, weiß der Obstfachmann. "Kleinere Bäume kann man mit Tüchern oder Vlies abdecken, Gewächshäuser kann man mit Kerzen oder Fackeln beheizen. Aber bei großen Bäumen funktioniert das eben nicht." Schwäbisches Hanami? Daraus wird in diesem Jahr wohl nichts. Manch ein Kirschblütenfest sei bereits abgesagt: "In diesem Jahr gibt es ein bitteres Hanami."

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