Von Detlef Hauser

Balingen. Die Gestaltung des Platzes zwischen Jugendtreff und Feuerwehrgerätehaus in Endingen hat es noch in den Haushaltsplan 2013 geschafft. Eine energetische Sanierung der Grund-, Haupt- und Werkrealschule in Frommern wurde nur auf die Prioritätenliste für 2014 gesetzt, dafür weit oben.Der Gemeinderat befasste sich gestern mit diesen beiden Vorhaben im Rahmen der Vorberatung des Haushaltsplans 2013. Im Falle der Platzgestaltung in Endingen begründete die Verwaltung den Vorstoß vor allem mit der Aussicht auf Fördermittel aus dem LEADER-Programm, die noch in diesem Jahr beantragt werden könnten. Das Programm werde zwar erneut aufgelegt, doch sei dann eine finanzielle Unterstützung weitaus unsicherer als jetzt. Von etwa 260 000 Euro Kosten für die Gestaltung sei mit Zuschüssen von rund 120 000 Euro zu rechnen.

Endingens Ortsvorsteher Walter Ladenberger wies in der Sitzung nicht nur auf diesen Umstand hin. Anhand einiger Bilder machte er deutlich, in welch schlechtem Zustand der Platz sich befindet und dass dieser nur als Schutthalde und Parkplatz genutzt werde. Dabei sei er zentral in der Wohnbebauung gelegen und könnte eine bessere Funktion erfüllen als derzeit. Die Gemeinderäte waren bei vier Gegenstimmen für das Vorhaben, unter dem Vorbehalt, dass auch Gelder fließen.

Nur fünf Gemeinderäte stimmten aber für die Schulsanierung in Frommern. Dabei hatte Bürgermeister Reinhold Schäfer darauf verwiesen, dass mit der zu erwartende Einsparung bei den Heizkosten in etwa die Tilgung eines notwendigen Kredits finanziert werden könnte. Doch Oberbürgermeister Helmut Reitemann schlug eine Verschiebung ins nächste Jahr vor, insbesondere wegen der zu erwartenden Kosten von rund 1,2 Millionen Euro und wegen der Großprojekte Austadion, Lochenbad und Bahnübergang Hurdnagelstraße. Zudem sei in den nächsten Jahren mit einer Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten zu rechnen.

Während die Grünen beide Projekte erst im nächsten Jahr angehen wollten, war Werner Jessen (Freie Wähler) nur gegen die Schulsanierung. "Diese Maßnahme rechnet sich, aber Austadion und Lochenbad haben Vorrang", hielt er fest. Helga Zimmermann-Fütterer (SPD) befürchtete gar eine Überlastung von Hochbau- und Planungsamt, sollten alle Vorhaben angegangen werden. Fraktionskollege Ulrich Teufel warnte zwar davor, von Verbesserungen der Zins- und Zuschusskonditionen auszugehen. Doch auch für ihn stellte die "Kapazität der Ämter" ein Problem dar. Schließlich schlug Sabine Klaiber (Frauenliste) vor, die Schulsanierung wieder zu thematisieren, sollten die Ausschreibungen für das Austadion und Lochenbad nicht den Erwartungen entsprechen, was der Oberbürgermeister zusagte.

Über den Haushalt 2013 entscheidet der Gemeinderat endgültig in der Februarsitzung.