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Balingen Einfühlsame Orgel und eine singende Oboe

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Könner an ihren Istrumenten: Josef Blank (links) und Rudolf Hendel beim Konzert in der Stadtkirche. Foto: Groh Foto: Schwarzwälder-Bote

Auch das zweite Orgel-Plus-Konzert ist ein echter Knüller gewesen. Trotz Baustelle kamen die Besucher in Scharen in die Balinger Stadtkirche, die voll besetzt war.

Balingen. Und es hat sich gelohnt. Kirchenmusikdirektor Rudolf Hendel an der Orgel und sein Cousin Josef Blank mit seiner Oboe boten ein zauberhaft schönes Konzert mit Werken von Johann Sebastian Bach. Selbst die Zugabe war vom Thomaskantor.

Mit dem "Präludium ­D-Dur" gab Rudolf Hendel einen glanzvollen Auftakt an der Orgel. Dieses Virtuosenstück des jungen Bachs fand hier eine adäquate Interpretation. Schon der Beginn des Stücks mit der aufwärtsstürmenden Tonleiter des Pedals signalisierte Virtuosität. Die Dreiteiligkeit des Präludiums wurde klar herausgestellt.

Es folgte ein lang ausgesponnener, langsamer Mittelteil in fröhlichem und wohllautendem Stil. Im letzten Teil, der mit harmonischen Überraschungen gespickt war, ging es leidenschaftlich zu.

Das "Concerto in F-Dur" in der Fassung für Oboe und Orgel war ein kammermusikalisches Ereignis beachtlicher Güte. Dabei erwies sich Josef Blank als überragender Solooboist. Im "Allegro" erklang nach einer flötigen Orgeleinleitung in bestechender Artikulation die ebenso gut phrasierte und mit technischer Souveränität klangschön gespielte Oboe zum Einsatz. Überzeugend war das gute und elegante Zusammenspiel. Mühelos meisterte die Oboe auch schwierige Passagen und Verzierungen und strahlte dabei Heiterkeit aus. Beim "Siciliano" bestach der wiegende Rhythmus der Orgel, den die geradezu singende Oboe übernahm und dabei herrliche Melodien entwickelte. Beste Laune verbreitete auch das abschließende "Allegro". Dabei entfaltete die Oboe einen fesselnden und vitalen musikalischen Fluss mit einem Schuss Virtuosität bei einfühlsamer Orgelbegleitung.

Frische und Heiterkeit

Zum Schluss erklang dann noch die "Fuge D-Dur für Orgel". Mit ihrem lebendigen Thema und der überraschenden Kunstpause strahlte sie Frische, Heiterkeit und Freude aus. Klar geformt und doch voll unbekümmerter Spielfreude nahm die Fuge ihren weiteren Verlauf, um nach einem letztem thematischen Einsatz im Pedal in ein rasantes Pedalsolo und einen kecken Überraschungsschluss zu münden.

Die begeisterten Zuhörer zollten den beiden Musikern überreichen Beifall, der mit einer Zugabe belohnt wurde. Aus Bachs "Jagdkantate" erlang die schöne Arie "Schafe können sicher weiden", wobei die Oboe die Melodie der Arie geradezu sang, von der Orgel mit Flötenregistern passend begleitet.

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Steffen Maier

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