Balingen "Die Not besteht auch weiterhin"

Schwarzwälder-Bote, 16.06.2012 00:35 Uhr

Von Detlef Hauser

Balingen. Mit einer Initiative hat es begonnen, jetzt ist daraus ein Verein geworden: der Verein "Wasser für Ostafrika". Am Konzept hat sich aber nichts geändert.

Die Hungersnot in Kenia, ausgelöst durch eine Dürrekatastrophe, sowie schwierige politische Verhältnisse in Kenia ließen bei einem Freundeskreis, der in der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist beheimatet ist, den Wunsch zu helfen entstehen. So entstand die Idee, Mineralwasser auf dem Wochenmarkt zu verkaufen und den Erlös nach Ostafrika zu schicken. Unterstützt wird dieses Projekt von den Imnauer Mineralquellen.

In den vergangenen Monaten waren die Ehrenamtlichen auch beim Balinger Kultursommer, beim Fest der Kulturen und auch beim Gemeindefest vertreten. "So soll es weiterhin bleiben", erklärt Vorsitzender Ottmar Erath. Er freut sich, dass inzwischen über 4000 Liter Mineralwasser verkauft wurden. Der Erlös von rund 6000 Euro ist inzwischen über Misereor an eine Ordensschwester in Kenia weitergeleitet worden, die damit und mit weiteren Spenden Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente für die Bevölkerung gekauft hat. Ziel sei es zudem, Anlagen zu bauen, die Regenwasser zurückhalten für Dürreperioden, die es immer wieder gebe, sagt Erath weiter.

Inzwischen hat der Verein rund 20 Mitglieder, wobei "weitere willkommen sind", wie Stellvertreter Alwin Hummel sagt. Sie seien notwendig, um die Aktivitäten ausweiten zu können. Denn das Thema "Hungersnot am Horn" sei weitgehend aus den Medien verschwunden, "doch die Not besteht noch weiterhin".

Weitere Informationen: www.wasser-fuer-ostafrika.de

 
 
Kommentare (0)
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen