
Von Wolf-Ulrich Schnurr
Balingen-Frommern/Weilstetten. Es ist ein altes Vorhaben der Stadt: Eine zusätzliche Anschlussstelle der B 463 im Bereich der Frommerner Hurdnagelstraße. Im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Bundesstraße könnte dieses Thema mittelfristig wieder auf der Agenda stehen.
Mindestens seit Mitte der 90er-Jahre gibt es Pläne für eine zusätzliche Abfahrt von der B 463 in Sichtweite der Frommerner Waldorfschule, berichtet Michael Wagner, Leiter des Stadtplanungsamts. Das Vorhaben ist auch im aktuellen Flächennutzungsplan der Stadt Balingen enthalten, der seit 2001 gültig ist.
Es steht und fällt allerdings mit dem weiteren Ausbau der Bundesstraße bis zum Eyach-Viadukt. Dafür gibt es laut Michael Wagner zwar Planungen von Landesseite, aber noch keine konkreten Terminvorgaben.
Die nötige Verbreiterung der Hurdnagelstraße ist jedenfalls nur im Zusammenhang mit einem Umbau der Bundesstraßen-Unterführung möglich. Auf der Verbindung zwischen Frommern und Weilstetten dürfen bislang nur Fahrzeuge mit einem Höchstgewicht von fünf Tonnen fahren.
Der Nutzen der zusätzlichen Anbindung wäre zweifach. Zum einen bekäme Frommern eine dritte, Weilstetten eine zweite Zufahrt zur Bundesstraße. Das dürfte insbesondere den verkehrsreichen Bereich rund um Buhren- und Beethovenstraße entlasten. Dort sind eine Reihe von Unternehmen ansässig, die über den neuen Anschluss ihren Warentransport schneller abwickeln könnten – ohne dass die Laster weiter durch ganz Frommern rollen.
Zum anderen würden auch die Einwohner der beiden Balinger Stadtteile davon profitieren. Nicht zuletzt die Anlieger des Weilstettener Wohngebiets Obere Breite kämen rascher auf die Fernstraße.
Und schließlich würde der Ausbau der Hurdnagelstraße die örtliche Nahversorgung stärken, ist Amtsleiter Wagner überzeugt: Die Weilstettener kämen dadurch leichter zu den Anbietern in Frommern. So könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch bis dahin heißt es erstmal warten.