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Von Monika Braun Baiersbronn. Sie wollen helfen, wollen ein neues Projekt starten – die Helfer um Zimmermeister Ernst Schleh.Eigentlich hatten die Helfer um Ernst Schleh vor, so schnell wie möglich weitere Hilfsprojekte in Mauretanien in Angriff zu nehmen und eine weitere Krankenstation in Bagodine zu bauen, nachdem sie 2008 die Krankenstation in Nouakchott fertiggestellt hatten. Aus diesem Grund wurden bei der Mauretanien-Woche in der Zimmerei Schleh, vom Wanderbader Reinhard Bosch und von der Firma Südwestsolar eine größere Summe an Spendengeldern gesammelt, die zurzeit bei der Hilfsorganisation Helfende Hände auf einem Konto auf weitere Verwendung wartet. Auch eine Photovoltaikanlage soll bei weiteren Einsätzen vor Ort gespendet werden, um den Menschen in Afrika zu helfen. "Hilfe ist dringend notwendig, doch die politische Lage in dem nordwestafrikanischen Land lässt es einfach nicht zu, mit einer Gruppe hinunterzufahren, um eine dringend benötigte Krankenstation zu bauen", so Ernst Schleh. "Wir sind auf der Suche nach einem sinnvollen Projekt, daher haben wir auch schon nach alternativen Verwendungszwecken in Burundi und im Senegal gesucht", so Schleh. Dazu fand im vergangenen Jahr unter Leitung des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel eine mehrtägige Reise in den Senegal statt, an der auf eigene Kosten auch Zimmermeister Schleh teilnahm. "Als Bausachverständiger habe ich zusammen mit den anderen Vertretern viele Krankenstationen besucht und sicher auch viel Bedarf gesehen. Die Freundlichkeit der Menschen, ihre farbenfrohe Kleidung und auch ihr Engagement haben mich doch sehr beeindruckt. Allerdings ist der Senegal meiner Ansicht nach schon etwas weiterentwickelt als Mauretanien, und es müssen erst einmal die Kontakte für Hilfsprojekte hergestellt werden."
Auf der Reise seien die Teilnehmer der Frage nachgegangen, was Sinn mache. Allerdings sei bis heute noch kein greifbares Projekt in Aussicht, für das "wir das Geld und natürlich unsere Arbeitskraft zur Verfügung stellen könnten". In einem Punkt sind sich die Organisatoren jedoch einig: Sie wollen die Spendengelder nicht einfach einer Organisation zur Verfügung stellen, sondern selber vor Ort persönlich etwas auf die Beine stellen, denn das habe man den vielen Spendern damals versprochen. Das Geld wartet seither auf seine Bestimmung. "Natürlich würden wir uns auch freuen, wenn jemand auf uns zukommen würde", so Schleh. Die Sicherheit der Helfer stehe allerdings im Vordergrund, und der Einsatz der Gelder solle in jedem Fall nachhaltig sein. Grund zum Optimismus gibt eine im März dieses Jahres geplante Reise der Organisation Helfende Hände nach Mauretanien, bei der das Hilfsprojekt "Mauretanien II" weiter vorangetrieben werden soll. Auch Ernst Schleh will wieder mit von der Partie sein, um zu schauen, wie es weitergeht und was möglich ist.