
Baiersbronn - Mit seinem Programm "AZNZ – Alte Zeiten Neue Zeiten" gastiert Christoph Sonntag am Freitag, 10. Februar, in der Schwarzwaldhalle in Baiersbronn. Im Vorfeld des Auftritts sprach der Schwarzwälder Bote mit dem erfolgreichen Kabarettisten.
Nach dem Erfolg der Erstauflage von "AZNZ" soll dieses Jahr fast ein Drittel der Show neu konzipiert sein. Was erwartet uns?
Ich gönne mir schon immer den Luxus, mein Programm ohnehin von Auftritt zu Auftritt anzupassen oder zu verändern. Von daher hat sich die Show innerhalb eines Jahres automatisch schon sehr gewandelt. Nun habe ich aber noch ganz gezielt zwei Parodienummern eingebaut, die mir viel Spaß machen. Dem Publikum offensichtlich auch.
Eine Besonderheit an Ihren Shows ist, dass Sie das Publikum spontan mit einbeziehen. Ist das wirklich so spontan oder einfach nur prima geplant?
Sowohl als auch. Die Publikumskommunikation entsteht spontan, wenn sie sich aber aus dieser Laune heraus bewährt hat, speichere ich sie in meinem Kopf ab und ziehe sie wieder, wenn eine ähnliche Situation eintritt.
Es gibt auch eine "Christoph-Sonntag-Stiphtung", die zurzeit mit dem Projekt Sternchenfänger benachteiligte Kinder unterstützt. Wie sind Sie dazu gekommen?
Wie die Jungfrau zum Kind. Ich hatte Lust, den Stuttgarter Max-Eyth-See zu retten. Dabei haben wir etwa eine Million Euro an Spendengeldern und Sachleistungen aufgetrieben. Danach kamen die Kinderprojekte dazu. Das macht uns allen im Büro viel Spaß. Und, ehrlich, Kabarett ist ein toller Beruf, aber vom Wesen her destruktiv: man haut auf alle drauf, die's nicht hinkriegen. Da ist es eine gelungene Gegenveranstaltung, selbst Dinge konkret anzupacken und damit die Welt im Kleinen zu verbessern. Und natürlich auch damit der Verwaltung zu zeigen: "Geht doch! Was habt ihr bloß?"
Sie waren schon mehrfach zu Gast in Baiersbronn, und auch in der zweiten Runde von "AZNZ" sind Baiersbronn und Freudenstadt wieder mit dabei. Was bewegt Sie dazu, immer wieder hier aufzutreten? Weil es so schön ist?
Natürlich! Baiersbronn ist super! Wenn man sich satt gegessen hat, kann man Skifahren. Und das hier gesprochene Schwäbisch hört sich an wie in Stuttgart. Aber im Ernst, mein Vater kommt aus dem Schwarzwald, aus Enzklösterle, das erklärt meine innere Nähe zum schönen schwarzen Wald.
Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach der Tour?
Wie heißt es so schön? Die Spitzen kappen: Ich habe mich im letzten Jahr – auch angetrieben durch den großen Erfolg – schon ein bisschen ausgebeutet, und in diesem und im nächsten Jahr sollen ein paar mehr freie Tage drin sein für die Familie.
Für das Gastspiel von Christoph Sonntag am Freitag, 10. Februar, ab 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) in der Schwarzwaldhalle Baiersbronn gibt es noch Karten sowohl im Vorverkauf bei der Baiersbronn Touristik, Telefon 07442/ 8 14 40, als auch an der Abendkasse.
Die Fragen stellte Nadja Pfaff