Baiersbronn In neuer Technologie vorne dabei

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Verdiente Mitarbeiter ehrte die Firma Gottfried Braun in Baiersbronn (von links): Firmengründer Gottfried Braun, Hedwig Braun, Jörg Brechenmacher (40 Jahre), Norman Würth, Patrick Finkbeiner, Karl Haist (Verabschiedung in den Ruhestand nach 39 Jahren), Andreas Finkbeiner, Peter Finkbeiner, Bürgermeister Michael Ruf und Geschäftsführer Jörg Braun Foto: Gottfried Braun GmbH Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Gottfried Braun GmbH wird 2016 in eine neue Technologie im eigenen Betriebsgebäude investieren, um Energie und Strom aus einer Brennstoffzelle zu gewinnen. Bei einer Betriebsfeier zog das Unternehmen Bilanz und ehrte treue Mitarbeiter.

Baiersbronn. Strom und Wärme wachsen zusammen. Davon ist Jörg Braun, Geschäftsführer der Gottfried Braun GmbH, überzeugt. "Innovationen und neue Technologien waren schon immer eine Säule unseres Unternehmens", betonte Braun, "deshalb wollen wir auch in diesem Marktsegment von Anfang an vorne mit dabei sein." Bereits im vergangenen Jahr habe man die erste Brennstoffzelle in einem Privathaus installiert, die fast 80 Prozent des Haushaltsstroms abdeckt. Überschüsse aus der Stromerzeugung werden verkauft, für höhere Wärmelasten wurde ein Gasbrennwertgerät modulierend hinzugeschaltet. Die Brennstoffzelle im eigenen Betriebsgebäude werde freilich deutlich mehr Leistung haben.

Rein statistisch hat Jörg Brechenmacher sich schon mehr als sein halbes Leben in den Dienst der Firma Gottfried Braun gestellt. "Kein Wunder", sagte Jörg Braun, als er ihm die Urkunde der Handwerkskammer Reutlingen für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit überreichte, dass "manches von dem, was sich zum Wohle von uns allen entwickelt hat, Deine Handschrift trägt". Bürgermeister Michael Ruf überreichte dem Jubilar, der sich vom Auszubildenden zum Techniker weiterentwickelt hat, die Ehrenurkunde des Landes. Die Frau des Jubilars erhielt einen Blumenstrauß.

Die 40 Jahre voll gemacht hätte im Juni 2016 auch Karl Haist, der nach 39 Jahren als Kundendienstmonteur in den Ruhestand gegangen ist. Geehrt wurden außerdem Andreas Finkbeiner, Patrick Finkbeiner und Peter Finkbeiner sowie Norman Würth.

Nur mit einer homogenen Truppe lasse sich ein Handwerksbetrieb dieser Größenordnung erfolgreich führen, sagte Braun, der für die Identifikation aller mit dem Unternehmen dankte, die bis zur Auftragssuche im Bekanntenkreis reiche. Dadurch habe die Firma beispielsweise bei den Privatkunden nochmal deutlich zulegen können. Ihren guten Ruf hätten die Spezialisten für Lüftung, Heizung, Sanitär, Alternativenergien sowie Klima- und Schwimmbadtechnik vor allem auch ihren Monteuren zu verdanken.

Mit dem Geschäftsjahr zufrieden

Übers Jahr gerechnet ist der Geschäftsführer mit dem Betriebsergebnis 2015 sehr zufrieden, informiert das Unternehmen in seiner Pressemitteilung weiter. Bis Mai dieses Jahres habe man gut auf Baustellen zu tun, die im Herbst begonnen wurden. Für 2016 ist Braun nicht bange, denn "die Grundauslastung für die nächsten Monate ist vorhanden". Außerdem rechnet der Unternehmenschef damit, dass "die Industrie wieder kräftig investiert", da das Zinsniveau auf historischem Tiefstand sei. Angesichts der Anforderungen an Energieeffizienz, Trinkwasserqualität und barrierefreies Wohnen stünden die Chancen für die Branche ohnehin gut.

Derzeit zählt das Unternehmen 88 Mitarbeiter, darunter 14 Auszubildende und ein DH-Student, was einer Ausbildungsquote von 17 Prozent entspricht. Wegen der Bedeutung der Nachwuchsförderung hat die Geschäftsleitung neben Walter Glaser und Martin Kopp mit Toni Wurster einen weiteren Ausbilder berufen.

Dass sich die Investition in den Nachwuchs lohnt, zeigt, dass zwei Auszubildende 2015 ihre Gesellenprüfung mit gutem Ergebnis abschließen konnten. Andreas Straub hat seine Meisterprüfung im Elektrohandwerk sogar mit einer Eins abgelegt. Über 75 Prozent der Monteure haben ihre Ausbildung im Haus absolviert. Auch zwei Auszeichnungen prägten das vergangene Jahr: Zum einen erreichte die Firma Gottfried Braun die zweite Stufe beim großen Preis des Mittelstandes (wir berichteten). Zum anderen erhielt die Firma vom Fachverband Sanitär-Heizung-Klima die Auszeichnung "Top-Ausbilder im SHK-Handwerk". Dadurch werde das hohe Ausbildungsengagement nach außen transportiert, so Braun. Das Familienunternehmen positioniere sich somit als qualifizierter Ausbilder und attraktiver Arbeitgeber.

Dennoch werde die deutsche Wirtschaft ihren Arbeitskräftebedarf auf Dauer nur mit kräftigem Zuzug von außen decken können, ist Braun überzeugt. Heute schon kämen in Deutschland auf eine Person, die ins Berufsleben eintrete, zwei, die in den Ruhestand gehen. Unter diesem Aspekt, so Braun, "sollten wir vielleicht auch die Flüchtlinge mit anderen Augen sehen".

  
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