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Baiersbronn Frust pur: Sperrung der B 462 dauert länger

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Schrittweise wird die Fahrbahn auf dem gesperrten Abschnitt erneuert. Links ist die Einfahrt zur Tankstelle von Bernd Ziefle zu sehen. Foto: Werthenbach

Baiersbronn-Röt-Schönegründ - Seit Ende Juli ist die Bundesstraße 462 in Röt-Schönegründ gesperrt, weil die Fahrbahn erneuert werden muss. Nun soll der Abschnitt bis zum 20. September gesperrt bleiben – nicht jeder hat Verständnis für Organisation und Ablauf der Bauarbeiten.

Eigentlich sollte die Straße zwischen der Ortsdurchfahrt Röt und der Einmündung der Besenfelder Straße (L 350) bei Schönegründ schon ab dem 11. September wieder befahrbar sein. Doch laut Baudirektor Erik Lang vom zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) äußerten betroffene Anwohner bei einer Informationsveranstaltung am 10. Juli den Wunsch, den Gehweg ab der Staatsbrücke bis zur Zufahrt Geflügelhof Riegraf nicht zurückzubauen, sondern zu erhalten.

Eine "tragbare Lösung" für Gehweg gefunden

"Der Gehweg war mit 80 Zentimetern aber viel zu schmal", erklärt Lang. Daher habe man geprüft, ob im Zuge der Fahrbahnerneuerung der Bau eines Gehwegs möglich ist, der auch nach geltendem Recht breit genug ist.

"Wir haben eine Möglichkeit gefunden, die Straße geringfügig zu verschieben und so eine Lösung zu bieten, die auch tragbar ist", so Lang mit Blick auf die Aussagen der Bürger, dass ihnen auch der Erhalt des 80 Zentimeter schmalen Gehwegs genügt hätte. Die Verschiebung der Straße sei aber mehr Aufwand und erfordere eine Verlängerung der Sperrung um weitere zehn Tage.

Schwarzenbergs Ortsvorsteher Erwin Zepf zieht eine gemischte Bilanz der noch andauernden Vollsperrung. Das "große Verkehrschaos" habe es zwar nicht gegeben, was wohl auch daran liege, dass ein von vielen Autofahrern genutzter Schleichweg durch Schönegründ von der Polizei geduldet werde. "Ich persönlich verstehe aber nicht, warum das alles mit einer Vollsperrung geregelt wird", so Zepf, der sich zumindest teilweise eine einspurige Ampelregelung ähnlich wie in Schönmünzach hätte vorstellen können.

Zudem sei die Beschilderung der Umleitungen "für Fremde wahnsinnig verwirrend". An der B 294 etwa sei nur ein sehr kleines Schild Richtung Röt aufgestellt. Allgemein zeigt sich Zepf unzufrieden mit der Arbeit des RP, das zum Beispiel nicht mit den Ortsansässigen rede.

Diese Ansicht bestätigt Bernd Ziefle, der eine Tankstelle am gesperrten Straßenabschnitt betreibt. "Eigentlich ist das eine bodenlose Sauerei", sagt er und kritisiert vor allem die Informationspolitik des RP. "Ich habe Mitte Juni aus der Zeitung von der Sperrung erfahren." So habe ihm die Zeit gefehlt, um vorab etwas gegen die Umsatzeinbußen zu tun oder zumindest seine Kunden zu informieren.

Informationspolitik des RP steht in der Kritik

"Jetzt haben wir mit 90 Prozent Verlust einen enormen Ausfall", so Ziefle. Seine Mitarbeiterin Margret Pfaff fühlt sich ebenfalls schlecht informiert: "Ich habe gerade einen Lkw mit Sprit bestellt. Von den Bauarbeitern hier kann mir aber keiner sagen, ob zufällig dann hier geteert wird und der Weg zu uns versperrt ist", sagt sie, "wir fühlen uns schon ein bisschen verlassen." Zudem seien immer andere Arbeiter vor Ort. Ziefle kritisiert auch den Ablauf der Arbeiten: "Wenn ich sehe, dass auf einem vier Kilometer langen Abschnitt zwei Bauarbeiter und ein Baggerfahrer unterwegs sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass da am 20. September alles fertig ist."

Andrea Heinsohn, Ortsvorsteherin von Röt, vertraut dagegen auf die Ankündigung des RP. "Die Verkehrsbelastung auf den anderen Straßen ist schon groß", sagt sie, "aber die Anlieger nehmen das wirklich ganz toll hin." Sie sei glücklich, dass der Gehweg nun gebaut wird. "Und wir sind alle froh, wenn das alles zu Ende ist."

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