Baiersbronn Die "Glasspatzen" unterstützen weiter

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Symbolische Schlüsselübergabe (von links): Tourismusdirektor Patrick Schreib, Laura Klumpp von der Baiersbronn Touristik, Dora-Luise Klumpp, Bürgermeister Michael Ruf, Uschi Klumpp, Ulli Schmelzle und Martin Lauble. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

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Der neue Vorstand ist auch der alte: Dieses Ergebnis brachten die Wahlen bei der Hauptversammlung des Fördervereins Glashütte Buhlbach im Waldhotel Sommerberg. Die Tätigkeitsfelder des Vereins werden sich mit der Übergabe des Kulturparks an die Gemeinde aber stark verändern.

Baiersbronn-Obertal. Dora-Luise Klumpp bleibt Vorsitzende, Martin Lauble ihr Stellvertreter. Auch Kassierer Ulli Schmelzle und Schriftführerin Ursula Klumpp wurden im Amt bestätigt. Lediglich bei den Beisitzern gab es eine Veränderung: Dorothee Trück rückt für Susi Burkhardt nach. Hans-Jörg Abend, Dieter Burkhardt, Klaus Burkhardt, Gerhard Gaiser, Vera Haueisen, Ernst Klumpp, Hans-Peter Maier, Ursel Robbe, Hans Trück und Hans Würth bleiben dem Förderverein als Beisitzer erhalten.

In ihrem Jahresbericht blickte Vorsitzende Dora-Luise Klumpp auf die Anfänge des Vereins im Jahr 2004 zurück. Ein geknotetes Seil erinnerte an die Gründungsveranstaltung und das Versprechen, sich für den Kulturpark Glashütte Buhlbach einzusetzen. "Das Jahr 2016 war für uns ein super Jahr. Es sieht so aus, als könnten wir die Früchte dessen ernten, was wir damals gesät haben", sagte Klumpp.

Beste Ergebnis und schuldenfreie Übergabe

14 Jahre lang habe der Kulturpark ihr persönliches Leben geprägt. Mit der Übernahme des Wirtschaftsbetriebs durch die Gemeinde Baiersbronn gehe eine Belastung zu Ende, die aber auch viel Freude gebracht habe.

Auch in Zukunft werde man im Kulturpark ohne die ehrenamtliche Arbeit nicht auskommen, betonte Klumpp und wünschte sich, dass der Verein zusammenhält. "Die Glashütte ist nicht meine Biografie, sondern die Geschichte des Orts Obertal, daher wünsche ich mir, dass diese Geschichte in der Gesamtgemeinde ankommt", so die Vorsitzende. In ihrem mit vielen Bildern begleiteten Jahresrückblick berichtete sie von vielen mühsamen Arbeiten, gelungenen Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten.

Kassierer Ulli Schmelzle sprach angesichts der Weiterentwicklung des Kulturparks von einem Meilenstein für den Verein. "Es ist uns im letzten Geschäftsjahr, in dem der Verein die volle Verantwortung für alle finanziellen Ergebnisse hatte, bravourös gelungen, dieses aus finanzieller Sicht abzuschließen." Man habe das beste Vereinsergebnis erzielt und übergebe den Betrieb schuldenfrei an die Gemeinde Baiersbronn. Die Mitgliederzahl liege stabil bei rund 180, dazu kämen elf Firmenmitgliedschaften.

Schmelzle dankte allen Unterstützern und Mitgliedern für ihr Engagement – ebenso Schriftführerin Uschi Klumpp, die von einer stets harmonischen Zusammenarbeit sprach. Rund 9000 Gäste besuchten ihr zufolge im vergangenen Jahr den Kulturpark, die Besucher mit Schwarzwald-Plus-Karte hätten wieder zugenommen, so die Schriftführerin.

Bürgermeister Michael Ruf sprach von einem bewegten Jahr. Nachdem die Nachricht vom Bund gekommen sei, die 600 000 Euro ohne Kofinanzierung abrufen zu können, habe man sich mit dem Projekt Löwen befasst und sich Gedanken zum Erhalt des Gebäudes gemacht. Dabei hoffe er auf die Unterstützung und das Mitwirken des Fördervereins. "Für unseren Bundestagsabgeordneten Fuchtel muss das Projekt Glashütte eine Herzensangelegenheit sein, denn er hat weitere Zuschüsse in Höhe von 400 000 Euro locker gemacht", so Ruf.

Weiterentwicklung zu einem Glasmacherdorf

Die auch vom Landkreis zur Verfügung gestellten Mittel wollen die Verantwortlichen für die Finanzierung eines neuen Gebäudes verwenden, das die Eingangssituation verbessern und Räume für eine Cafeteria und einen Shop enthalten soll. Eine Ehrung mit einer in Form einer Champagnerflasche gestalteten Urkunde gab es für die verdienten Vereinsmitglieder, die dadurch zu "Glasspatzen" ernannt wurden. So nannte man früher die Glasmacher.

Tourismusdirektor Patrick Schreib zeigte mit einer Präsentation, wie sich die Gemeinde die Weiterentwicklung der Glashütte zum Glasmacherdorf vorstellt. "Wir hoffen hier auf die Unterstützung des Vereins, denn nur gemeinsam können wir die Glashütte voranbringen", so Schreib. Architekt Klaus Günter erläuterte abschließend die geplanten Sanierungsarbeiten am "Löwen". Es gehe nicht nur um die Sicherung und Säuberung des Gebäudes, sondern auch um die Planung der künftigen Nutzung des Gebäudes. Danach könne die endgültige, denkmalschutzrechtliche Planung erfolgen.

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