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Baiersbronn Die Geschichte der Glashütte hat überzeugt

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Die Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse (Achter von links) und Hans-Joachim Fuchtel (Neunter von links) informierten sich auch über die Fortschritte im historischen "Löwen". Foto: Klein-Wiele Foto: Schwarzwälder-Bote

Baiersbronn-Obertal . Er ist vom Projekt überzeugt und unterstützte die Baiersbronner, damit es Mittel aus der Bundeskasse gab und es mit dem Kulturpark weitergehen kann. Jetzt kehrte der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse ins Buhlbachtal zurück, um sich vom Fortschritt des Projekts zu überzeugen. Darüber informiert CDU-Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel in einer Pressemitteilung.

Kruse habe bei dem Besuch auch erläutert, warum er sich vom Anliegen Fuchtels überzeugen ließ. "Weil die Glashütte eine großartige, individuelle Geschichte erzählt und hier die Champagnerflasche erfunden worden ist", betonte Kruse. Er zeichnet für das Berliner Denkmalschutz-Sonderprogramm verantwortlich. Pro Jahr würden darüber deutschlandweit bis zu 150 ausgewählte Projekte gefördert. Auch habe ihn das Engagement der Fördervereinsmitglieder überzeugt, so Kruse.

Weitere Visionen

Fuchtel hat bereits Visionen für die Zukunft des Kulturparks. "Die Einrichtung einer kleineren Glasmanufaktur wäre eine tolle Ergänzung", betonte der Parlamentarische Staatssekretär, "wenn der Besucher seine eigene Flasche kreieren könnte, wäre das eine weitere besondere Attraktivität." Ebenso empfiehlt Fuchtel, über ein "Champagner-Outlet" als Alleinstellungsmerkmal nachzudenken.

Fördervereinsvorsitzende Dora-Luise Klumpp erinnerte daran, dass ohne die Erfindung der druckfesten Flasche in Buhlbach die Champagner-Entwicklung möglicherweise anders verlaufen wäre. Das rechtfertige dieses ohnehin außergewöhnliche Projekt besonders.

Zimmermeister Ernst Schleh führte durch das frühere Gasthaus Löwen, das einst Treffpunkt für die Glasbläser im Buhlbachtal war. "Es war notwendig", erläuterte Schleh, "eine erste Rate von 40 000 Euro zunächst in die Grundsicherung des Gebäudes zu investieren." So wurden Möglichkeiten geschaffen, das Haus überhaupt begehbar zu machen. Dach, Fenster und Mauerwerk sind nun vor Feuchtigkeit geschützt. Das Gebäude erwies sich für die Zimmerleute als "kulturhistorischer Schatz", betonte Bürgermeister Michael Ruf. Bei der Entrümpelung seien sogar interessante Details zum Vorschein gekommen. 800 Handwerkerstunden habe man bislang für den Erhalt des historischen Gebäudes geleistet. "Eigentlich wollten wir mit den Arbeiten schon weiter sein", sagte der Rathauschef, "doch hat sich die Sicherung als sehr schwierig erwiesen."

Die Gemeinde hat darüber hinaus ein Konzept in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt für den Zuschussantrag erarbeitet. Im Ehrenamt soll der Innenausbau konzeptionell vorangetrieben werden. Zur Finanzierung sind Veranstaltungen im Kulturpark gedacht, der sich immer mehr als beliebter Ort für standesamtliche Trauungen erweist. "Ohne finanzielle Unterstützung und ohne das ehrenamtliche Engagement könnten wir das alles niemals stemmen", machte Ruf deutlich. Der "Löwen" werde nach der Sanierung ein wahres Schmuckstück sein. Der Kulturpark wird durch einen Neubau in Holzbauweise ergänzt, in dem Kasse, Caféteria und Souvenirshop unterkommen.

Außerdem könnte dieses Gebäude dem Nationalpark als Rangerstation dienen. Die Weichen für ein weiteres Wachstum des Kulturparks seien somit dank Unterstützung aus Berlin gestellt, betonte Ruf.

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