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Baiersbronn Das Rennen noch nicht gewonnen

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Ministerpräsidentin zu Besuch in Baierbronn (von links): Hans-Joachim Fuchtel, Annegret Kramp-Karrenbauer, Andreas Züfle, Vorsitzender der CDU Baiersbronn, Norbert Beck und Juliane Vees, Zweitkandidatin der CDU bei der Landtagswahl. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

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Der Bundestagswahlkampf ist auch in Baiersbronn angekommen. Mit der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte sich die Baiersbronner CDU eine Rednerin eingeladen, die klare und deutliche Worte fand.

Baiersbronn. Der Rosensaal war gut gefüllt, und die Gäste erlebten mit Annegret Kramp-Karrenbauer eine Politikerin, die sowohl rhetorische als auch inhaltliche Ausrufezeichen setzte, dabei schnitt sie viele Themen an und bezog klar Position.

Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel begrüßte die Gäste und kündigte die Spitzenpolitikerin an, nicht ohne den ein oder anderen Seitenhieb an den politischen Gegner SPD zu verteilen: "Die SPD würde im Handstand durch ganz Deutschland laufen, wenn sie solche Frauen in ihrer Partei hätte." Fuchtel betonte sein gutes Verhältnis zur Gemeinde Baiersbronn und forderte die Öffnung des Arbeitszeitgesetzes in der Gastronomie und Landwirtschaft.

"Glauben Sie nicht, dass das Rennen schon gewonnen ist, nur weil wir im Moment bei Umfragen führen", so Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie schaffte es, in ihrer knapp 40-minütigen Rede, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Beim Thema Tourismus schloss sie sich ganz den Forderungen ihres Parteifreunds Fuchtel an, das Arbeitszeitgesetz in der Gastronomie zu flexibilisieren. Den Wahlslogan der CDU "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben" verband sie mit weiteren parteipolitischen Forderungen. "Eine richtig verstandene Entwicklungspolitik ist auch eine Investition in unsere Sicherheit, das muss man verstehen", so die CDU-Politikerin, die auch als Merkel des Saarlands bezeichnet wird.

Wohnraum nicht nur in den Ballungszentren, sondern auch die passende Infrastruktur und die Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen – diese Wünsche verknüpfte Kramp-Karrenbauer geschickt mit dem Breitbandausbau. Dieser müsse von einer Stelle aus koordiniert werden.

"Das Saarland hat eine höhere Eigenheimquote als Baden-Württemberg", stellte die Ministerpräsidentin fest und erntete viel Applaus für ihre Aussagen zum Vermögensaufbau von jungen Familien. Die Frage müsse lauten, wie junge Familien Vermögen aufbauen können. Das Wohneigentum müsse gefördert werden. Die Erhöhung des Kindergelds und die Entlastung der Familien seien Ziele der CDU. Bei ihrer Forderung nach mehr Verlässlichkeit bei der Betreuung in den Schulen zeigte sich die Politikerin und Mutter ganz als Landeschefin. "Hier reicht es nicht, dass der Bund solche Dinge nur in sein Programm schreibt, es muss gemeinsam mit den Ländern auch organisiert werden."

Kramp-Karrenbauer formulierte auch den ein oder anderen kritischen Satz in Richtung der eigenen Parteipolitik Es müsse nicht nur vorgegeben, sondern auch umgesetzt werden.

Mit ihren Ansichten zur inneren Sicherheit traf sie auf breite Zustimmung. Der Staat müsse die Sicherheit so gut wie möglich organisieren, da sei kein Platz für Eitelkeiten, auch nicht innerhalb der Behörden. "Gemessen an dem Standard der anderen Länder, die Identität der Menschen per Fingerabdruck festzustellen, haben wir in der Bundesrepublik noch Luft nach oben."

Auch die Polizei müsse sich auf den Staat verlassen können. Solange es noch vermummte Demonstranten gebe, werde es im Saarland keine Kennzeichnungspflicht für Polizisten geben.

Angriff in Richtung Altkanzler Schröder

Am Ende ihrer Rede griff Kramp-Karrenbauer die SPD und die Russlandgeschäfte des Altkanzlers Schröder scharf an. Als Altkanzler bei einer Firma als Vorstand anzuheuern, die auf der Sanktionsliste der Bundesrepublik stehe, sei auch parteipolitisch nicht vertretbar.

"Ein Altkanzler bleibt ein Repräsentant sein Leben lang, schließlich wird er ja auch sein Leben lang von der Bundesrepublik bezahlt, da reicht es nicht von der SPD zu sagen, das sei Privatsache."

Die Vollblutpolitikerin erntete viel Applaus, und sowohl Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel als auch Landtagsabgeordneter Norbert Beck erwiesen sich als galante Charmeure bei ihren Dankesworten. "Ich weiß, was ich an euch habe", betonte Fuchtel, und Norbert Beck outete sich als Fan von Kramp-Karrenbauer.

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