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Baiersbronn Bier-Senfeis mit schwäbischer Mundart

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Berthold Biesinger (links) und Bernhard Hurm gaben Vollgas in der "Tanne" in Tonbach. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

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Schwäbische Mundart gepaart mit kulinarischen Genüssen gab es für rund 50 Gäste im Hotel Tanne in Tonbach bei den Literaturtagen Nordschwarzwald. Die beiden Lindenhof-Schauspieler Berthold Biesinger und Bernhard Hurm traten auf.

Baiersbronn-Tonbach. "Da ist alles drin, was den Schwaben so bewegt", sagte Walle Sayer, Schriftsteller und Mitorganisator der Literaturtage, als er mit Jutta Möhrle vom Hotel die Gäste begrüßte. Sayer kündigte eine heiter bis wolkige Mundartreise an. Er versprach ein phantastisches Menü und einen wunderbaren Theaterabend.

Kaum hatten die Gäste die Vorspeise – pochiertes Lachsforellenmedaillon mit Bier-Senfeis und roter Bete – verspeist, gaben Biesinger und Hurm Vollgas. Mit ihrem Programm "Spätzle mit Soß" hatten sie die Sympathien gleich auf ihrer Seite. Sie schlürften genüsslich Most aus "Lützenhardter Klaräpfeln", während das eine oder andere schwäbische Klischee von ihnen auf die Schippe genommen wurde.

Biesinger im grasgrünen und Hurm im pinken Anzug plauderten locker auf Barhockern sitzend über dieses und jenes. Sie hatten viele Bezeichnungen für die Schwaben. Die Spezies der "english speaking Oettinger Schwaben" enttarnte das Duo dabei als besondere Gattung. Hurm und Biesinger zeigten, dass sie gesanglich und literarisch auf einer Wellenlänge liegen.

Beim Vespern, Sparen und der Kehrwoche

Neben der guten Ortskenntnis, die die beiden Urschwaben aus Hirrlingen immer wieder in ihr Programm einflochten, gab es Witze und Parodien in Hülle und Fülle. "Mir Schwaben sind halt geistig so potent, dass ma net no schwätzen müsse", ließ Hurm verlauten und griff in die Tasten seines Miniklaviers. Biesinger hatte die Minigitarre mitgebracht.

Zur kurzweiligen Unterhaltung gab es dann noch die kulinarischen Leckerbissen aus der Hotelküche, die die Gäste mit getrüffelten Kartoffelmaultäschle im Kürbissud, Steinpilzrisotto mit gebratenem Wachtelbrüstchen und rosa gebratenem Hirschrücken verwöhnte.

Die "Ode an den Wald" oder den "Schimmelreiter", den Schrecken jeder schwäbischen Hausfrau, der übers Träublesgsälz reitet, präsentierte das Duo staubtrocken. In vielen Szenarien stellten die beiden den typischen Schwaben in all seinen Facetten und Schrulligkeiten dar – beim Vespern, Sparen oder bei der Kehrwoche. Spitzfindig und mit einer ordentlichen Portion Selbstironie arbeiteten sie sich im Laufe des Abends durch die ureigene schwäbische Mentalität.

In "Spätzle mit Soß" fehlten auch Mundartdichter wie Uli Keuler, Manfred Hepperle, Sebastian Blau oder Hubert Deuringer nicht, die besonders Bernhard Hurm gerne rezitierte.

Immer wieder in Interaktion mit dem Publikum boten beide eine kurzweilige Unterhaltung und präsentierten eine Liebeserklärung an das Schwäbische. Begeisterten Beifall gab es am Ende und neben dem Lied über die perfekte Zubereitung von Spätzle, bekamen die Besucher noch die bauernschlaue Weisheit "A digger Bauch kommd ao ed vo gloine Spätzle" mit auf den Weg.

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