Bad Wildbad Zukunft der Stadtbücherei ist jetzt gesichert

Schwarzwälder-Bote, 13.07.2012 18:00 Uhr

Von Markus Kugel

Bad Wildbad. Gestern ist der Vertrag unterzeichnet worden: Es gibt eine Kooperation zwischen dem Berufsförderungswerk Bad Wildbad (BFW) und der Stadt Bad Wildbad. Die Zukunft der Stadtbücherei in der Uhlandstraße ist somit gesichert.Nur Positives konnten Bürgermeister Klaus Mack und BFW-Geschäftsführer Wolfgang Dings verkünden. Beide freuten sich über das Zustandekommen des Vertrags. Die zuständigen Gremien hätten gleich zugestimmt. Die Idee einer Zusammenarbeit entstand übrigens nach einem Anruf des Geschäftsführers beim Stadtoberhaupt.

Der Schultes nennt es eine klassische Win-win-Situation. Die Stadtbücherei bleibe erhalten – "auf eine andere Art und Weise". Dings und Mack schwärmten von einem bundesweit einzigartigen Modell. Wobei der BFW-Geschäftsführer zudem von einem Musterbeispiel von Kommune und Reha-Institution spricht.

Wichtig, so Dings, sei bei Ausbildung und Qualifizierung die berufliche Arbeitsmarktrealität. "Eine Stadtbibliothek in natura", bezeichnete er als eine schöne Situation. Bildet man doch beim BFW Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek aus. Als Zielgröße werden jeweils acht Personen angegeben. Mehr als 20 Auszubildende sind es für den Beruf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung medizinische Dokumentation. Für Einzelprojekte kann hier die Bücherei ebenfalls genutzt werden. Nebenbei: Die Räumlichkeiten sind bereits barrierefrei gestaltet (Aufzug, Toilette).

Der Übergang erfolgt zum 1. September, wobei vorher noch eine Sanierung (neuer Fußboden, Malerarbeiten) der Räumlichkeiten ansteht. 2013 ist die Umstellung vorgesehen. Die Stadtbücherei ist etwa 2000 Quadratmeter groß und hat laut Hauptamtsleiter Alexander Rabsteyn rund 12 000 Medien. Die festgelegten Eckpunkte der Zusammenarbeit sehen unter anderem so aus: Die Stadt stellt die Räumlichkeiten "inklusive Abschreibung, Heizung, Bewirtschaftung, Hausmeister, Reinigung, Unterhalt Gebäude, EDV-Anbindung (spezielles Bibliotheksprogramm)" kostenlos zur Verfügung. Jährlich gibt es einen Zuschuss zum Kauf von Medien in Höhe von 5000 Euro. Die Einnahmen des Verleihs gehen an das BFW, eine Erhöhung der Gebühr soll nach Absprache mit der Stadt angestrebt werden. Der Betrieb der Bücherei geht zu Lasten des BFW. Der Stadt sind verbindliche Öffnungszeiten (mindestens drei Mal wöchentlich) zuzusichern. Als Öffnungstag wird ab Februar 2013 der Mittwoch oder Freitag wegfallen. In den Sommerferien gibt es voraussichtlich Schließzeiten. Die Vertragsdauer beläuft sich zunächst auf fünf Jahre, ein beidseitiges Sonderkündigungsrecht wird eingeräumt.

Miriam Mahlke, Reha-Ausbilderin im BFW und zuständig für die Bibliothek, nannte es "Praxis direkt vor Ort". Man wolle an die Vorarbeit anknüpfen und die Angebote fortführen.

 
 
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