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Bad Wildbad Pläne für Gotteshaus abgelehnt

Wolfgang Krokauer, vom 10.02.2012 09:06 Uhr
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Was mit dem Areal passiert, auf dem das Werner-Heim stand, ist derzeit völlig offen. Foto: Krokauer
Was mit dem Areal passiert, auf dem das Werner-Heim stand, ist derzeit völlig offen. Foto: Krokauer
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Bad Wildbad - Nicht gut angekommen ist die Bauvoranfrage der Neuapostolischen Kirche (NAK) Süddeutschland für den Neubau eines Gotteshauses, das auf dem Areal gebaut werden soll, wo früher das Werner-Heim stand.

Nach den Plänen der NAK soll die Kirche am Kreisel stehen. Genau das aber lehnt Bürgermeister Klaus Mack ab und beruft sich auf eine entsprechende Beschlusslage des Gemeinderates. Eine neue Kirche könnte hingegen "rechts oben" auf einem Plateau des Geländes entstehen. Das Areal am Kreisel solle hingegen durch Handel und Gewerbenutzung belebt werden, so Mack. Kirchensprecherin Susanne Raible bestätigte gestern noch einmal, dass es bislang nicht gelungen sei, Interessenten für Handel und Gewerbe zu finden. Das gelte auch für den Bau von Wohnungen.

Der Bürgermeister teilte mit, dass das Thema den Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 28. Februar, beschäftigt. "Die Verwaltung wird in ihrer Vorlage eine Veränderungssperre vorschlagen", informierte der Rathauschef. Es gelte, eine »klare Kante« zu zeigen. Für ihn ist das Vorgehen der NAK "nicht die feine Art".

Kommentar: Dreiste Art

Das Verhalten der Neuapostolischen Kirche ist dreist. Entgegen einer eindeutigen Beschlusslage des Bad Wildbader Gemeinderates reicht die Glaubensgemeinschaft bei der Stadt eine Bauvoranfrage für einen Kirchenneubau ein. Auf den entsprechenden Bildern ist ein Gotteshaus am Kreisel auf dem Gelände des abgerissenen Wernerheimes zu sehen. Bürgermeister Klaus Mack machte unmissverständlich deutlich, dass die Stadtverwaltung bei der nächsten Sitzung des Gemeinderates für eine Veränderungssperre plädiert, um einen Kirchenneubau an dieser Stelle zu verhindern. Natürlich ist es ärgerlich, dass die Kirche bislang für das Gebiet am Kreisel keine Interessenten für eine Handel- und Gewerbenutzung fand. Auch eine Nachfrage zum Bau von Wohnungen gibt es für das Areal nicht. Das ist aber kein Grund, dass die Stadt ihre Planungen über den Haufen wirft.

Von Wolfgang Krokauer

 

Kommentare (4)
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FEB
16
10:43 Uhr, geschrieben von Ali Baghdad
Da haben wirs
Wenn man sich die negativen Bewertungen meines vorigen Beitrags anschaut, dann weiß man, wie es um die Toleranz in diesem Land bestellt ist. Nach außen kehrt man den freundlichen offenen Mitbürger heraus, aber im Schutz der Anonymität zeigt man sein wahres Gesicht. Von wegen Toleranz und gleiches Recht für alle. Religionsfreiheit? Nur für katholische und evangelische Gemeinden. Alles was anders ist, wird rundweg abgelehnt. Das fängt offensichtlich schon bei vergleichsweise ähnlichen Glaubensrichtungen wie den Neuapostolischen Christen an, von Buddhisten oder Moslems ganz zu schweigen. Manche sind eben gleicher als andere.
FEB
15
23:51 Uhr, geschrieben von Fritz Mayer
Neubau der NAK Kirche
Also man kann nicht mehr mit ansehen was da so alles geschrieben wird. Ich bin der Meinung, wenn es eine Ev. oder Kath. Kirche wäre, wäre die Genehmigung schon lange erledigt. Die Herrn auf dem Rathaus und die Gemeinderäte sollten sich darüber mal Gedanken machen.
FEB
10
14:27 Uhr, geschrieben von Ali Baghdad
Alternative
Also ich persönlich bin ja auch gegen so eine neuapostolische Kirche. Als Alternative in Zeiten des friedlichen Zusammenlebens, der Toleranz und der Integration plädiere ich daher für eine Moschee am Kreisel.
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