
Bad Wildbad-Calmbach (rz). "Die Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe Calmbach hat Nachwuchsprobleme", hat zu Beginn der Hauptversammlung der Vorsitzende Jörg Maisenbacher festgestellt.
Einige wünschenswerte Positionen im Verein seien nicht besetzt. Vor diesem Hintergrund müsse man eventuell über eine Fusion mit den Nachbarvereinen Höfen oder Wildbad nachdenken.
Jörg Maisenbacher eröffnete seinen Bericht mit Ausführungen zum Energiekonsens des Hauptvereins, der die Energiewende befürworte. Als problematischste Form der Erzeugung von regenerativer Energie sehe dieser Windkraftanlagen, bei denen es durch entsprechende Konzentrationen einen Wildwuchs zu vermeiden gelte. Präferenz bei der Trägerschaft solcher Anlagen sollten nach Ansicht des Hauptvereins bürgerschaftliche und genossenschaftliche Organisationsformen haben.
Über das Vereinsgeschehen im vergangenen Jahr berichtete die Schriftführerin Marga Zündel. Sie beklagte eine nur relativ geringe Besucherzahl beim Frühlingsfest und bedauerte, dass die traditionelle "Kirbe" wegen Personalmangels abgesagt werden musste. Die Mitgliederzahl der SWV-Ortsgruppe Calmbach beläuft sich auf 188 (2011:197).
Dem Bericht der kommissarischen Wanderwartin Iris Haag zufolge fanden im vergangenen Jahr fünf Tageswanderungen, vier Halbtageswanderungen, zwei Radtouren und als Höhepunkt die fünftägige Ausfahrt in das Weserbergland statt. Bei diesen Veranstaltungen legten insgesamt 162 Wanderer 73 Kilometer auf Schusters Rappen und 28 Radler eine Strecke von 85 Kilometern zurück. Wegewart Friedrich Lörcher betreut die im Bereich der SWV-Ortsgruppe Calmbach befindlichen und beschilderten Wanderwege mit einer Gesamtstrecke von 129 Kilometern. Bei Kontrollen und beim Freischneiden der Wege sowie bei der Ergänzung der Beschilderung ist er bei einer Einsatzzeit von 68 Stunden 307 Kilometer mit seinem Auto unterwegs gewesen. Lieselotte Müller, seit 13 Jahren Hüttenwartin und schon seit 40 Jahren im Hüttendienst tätig, streifte die wichtigsten Veranstaltungen. "Wir haben ein riesiges Problem, alles so zu handhaben, wie es war", beklagte auch sie und verwies auf Engpässe im Personalbereich. Unter der Bedingung, dass im Falle ihrer Abwesenheit eine Vertretung gesichert ist, erklärte sie sich bereit, ihren Dienst bis zu den nächsten regulären Wahlen fortzusetzen.
Wilhelm Walter berichtete über die zehn Wanderungen der Seniorengruppe mit insgesamt 196 Teilnehmern. Die Senioren treffen sich jeweils am zweiten Donnerstag im Monat. In Vertretung von Helga Gerlach kam Manfred Müller auf die 15 Ausfahrten der Radgruppe in die nähere und weitere Umgebung zu sprechen, absolviert von insgesamt 84 Teilnehmern mit einer Streckenlänge von 352 Kilometern. Ulrike Roller als Fachwartin für Öffentlichkeitsarbeit bezeichnete das Frühlingsfest als eine "liebevoll gestaltete Veranstaltung mit zu wenig Gästen" und kam auf die stimmungsvolle Adventsfeier zu sprechen. "Sie tun das nicht nur für Ihre Mitglieder, sondern tun auch unseren Bürgern und Gästen etwas Gutes", lobte Jochen Borg als Erster Bürgermeister- Stellvertreter die Aktivitäten der SWV-Ortsgruppe Calmbach und dabei insbesondere die Pflege der Wanderwege.
Zum Schluss der Hauptversammlung kam dem Vorsitzenden die Ehre zu, Ursula Bott sowie Gudrun und Siegfried Seyfried für ihre 40-ährige Mitgliedschaft mit dem goldenen Treuezeichen des Hauptvereins zu ehren. Ebenso lange halten Leni Richter und Liesbeth Bott dem Verein die Treue. Ganz entschieden wandte sich bei der Aussprache Forstoberamtsrat a. D. Hugo Hölz gegen den seitens der Landesregierung angedachten Nationalpark im Nordschwarzwald.