Bad Wildbad Auf Suche nach Parkplätzen
Wolfgang Krokauer, 22.06.2012 06:01 Uhr
Der Bürger Wilfried Knaus meldete sich zur geplanten Umleitung während der Tunnelsanierung zu Wort.Foto: Krokauer
Bad Wildbad - Bei der Bürgerversammlung im Bad Wildbader Kursaal haben die Besucher am Mittwochabend Gelegenheit gehabt, ihre kleinen und großen Sorgen vorzubringen.
Mit circa 70 Besuchern (wir berichteten) war der Zuspruch eher verhalten, obwohl die Stadtverwaltung eigens einen fußballfreien Abend auswählte, wie von Hauptamtsleiter Alexander Rabsteyn zu erfahren war.
Bevor die Gäste zu Wort kamen, gab Bürgermeister Klaus Mack einen ausführlichen Bericht über die Geschehnisse in den vergangenen Jahren. Als große Herausforderung bezeichnete Mack die demografische Entwicklung in der Stadt. So werde die Kommune nach statistischen Berechnungen im Jahre 2030 nur noch 9000 statt wie jetzt 10 500 Einwohner haben. Deshalb gelte es, die nach unten gehende Bevölkerungskurve abzumildern, indem Bad Wildbad als Wohnort attraktiv gestaltet werde.
Personal bei Verwaltung abgebaut
In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Kinderbetreuung als "Schicksalsfrage". Notwendig seien schlanke Strukturen in der Verwaltung und den Betrieben. Mack erinnerte daran, dass in der Kernverwaltung seit 2001 mehr als 30 Stellen abgebaut worden seien. Darunter leide aber mitunter die Bürgerfreundlichkeit. Der Rathauschef erinnerte daran, welche Investitionen die Stadt, das Land sowie private Unternehmer in den vergangenen Jahren getätigt hätten beziehungsweise noch planten.
Als eine der nächsten Herausforderungen betrachtet Mack die Sanierung des Tunnels für mehr als 28 Millionen Euro, die das Land bezahlt. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe mitgeteilt habe, bleibe es beim Zeitplan: "Im Oktober geht es los."
In Sachen Umleitung kritisierte Wilfried Knaus, Anwohner der Baetznerstraße, die als Umgehungsstrecke genutzt wird, weshalb die in einer Bürgerversammlung für gut befundene und in einer Gemeinderatssitzung beschlossene Umleitung per erneuten Ratsbeschluss – aber diesmal ohne Bürgerinfo – wieder geändert worden sei. Zudem bezeichnete er die Parkplätze in der Baetznerstraße als Hindernis.
Rathauschef Mack sagte, dass erst bei der Detailplanung die "Knackpunkte" auffielen. Letztlich würden bei den Varianten die Verkehrsströme aufgeteilt. Dabei sei es unerheblich, in welche Richtung die Fahrzeuge in der Baetznerstraße unterwegs seien. Zudem gab der Schultes zu bedenken, dass es nicht gut sei, wenn ständig die Fahrtrichtung geändert werde. Die stellvertretende Hauptamtsleiterin Nadine Keller, zuständig für Verkehrsangelegenheiten, versicherte, dass die Parkplätze in der Baetznerstraße während der Tunnelsanierung wegfallen. Man sei aber noch auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrzeugen. Auf Nachfrage fügte sie gestern hinzu, dass in der Bismarckstraße, die vorübergehend zur Einbahnstraße werde, neue Parkplätze hinzukämen. Weitere Möglichkeiten ergeben sich unter Umständen zwischen der evangelischen Stadtkirche und dem ehemaligen Hotel Post. Auch im Bereich des jetzigen Feuerwehrhauses in Wildbad könnten sich Möglichkeiten ergeben, sobald die Wehr in ihr neues Gebäude umgezogen sei.
In der Bürgerversammlung brachte Mack auch die Ladestraße ins Gespräch. Regina Schmid regte an, auf die Parkmöglichkeiten auf dem oberen Deck des Parkhauses Stadtmitte aufmerksam zu machen.
Werner Dürr mahnte in der Bürgerversammlung ein Radwegekonzept für Calmbach an: "Es ist schwierig, die Kinder mit dem Fahrrad in die Schule zu lassen." Auch in Sachen Stadtmarketing müsse etwas passieren. Darüber hinaus kritisierte er, dass zwar große Projekte verwirklicht worden seien, die kleinen Dinge aber untergingen. Inzwischen sei das Geländer der Wilde-Mann-Brücke durchgerostet, ergänzte Wilfried Knaus.
Mack entgegnete, dass die Stadtverwaltung vielen kleinen Dingen hinterher sei, aber an ihre Grenzen stoße. Zudem gebe es ein Entwicklungskonzept für Calmbach. Dort sei ein Radwegeplan enthalten. Es existiere aber noch keine Umsetzung, räumte er ein. Gerade der Bereich zwischen dem Freibad und der Ankerkreuzung sei sehr schwierig. Beim Stadtmarketing verwies er darauf, dass eine Initiative der Verwaltung auf geringe Resonanz gestoßen sei.
Erwin Eitel kritisierte, dass sich der Entwertungsautomaten in der Talstation der Bergbahn außerhalb des Gebäudes befinde. Da würden einige schwarzfahren. Zudem habe er gehört, dass der Käufer des ehemaligen Kriegsblindenheimes kein Interesse mehr an einem Umbau des Gebäudes in ein Hotel habe. Hier sei ihm nichts bekannt, antwortete Mack bezüglich des ehemaligen Kriegsblindenheims. Der Investor sei kürzlich bei ihm gewesen. Hinsichtlich des Entwertungsautomaten gab Mack zu bedenken, dass man auf die Barrierefreiheit achten müsse. Zudem könnten bei einer anderen Lösung nicht mehr so viele Leute auf einmal durchgeschleust werden. Überdies gebe es eine Videoüberwachung. Man könne aber nachjustieren.
Vermieterin Margarete Burckhardt fragte, ob es nicht weiter möglich sei, langjährige Gäste besonders zu belohnen, wie dies lange der Fall gewesen sei. Der Schultes antwortete, dass die Stadt auf der Suche nach einem Folgeprojekt sei.




Alles in Ordnung
Es ist alles in Ordnung - besser kanns gar nicht sein - Fremdenverkehr Gastronomie Vermarktung Verwaltung absolute Spitze. Lehnen wir uns zurück und beobachten weiter den Niedergang Wildbads ! p.s. warum waren eigentlich nur 70 Besucher da-- bitte darüber auch mal nachdenken!!!