Erfolgreiche Arbeit leistet das Talentzentrum in Rötenbach. Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder-Bote

In Rötenbach werden 25 Nachwuchssportler ausgebildet / Erfolge bis hin zu den deutschen Meisterschaften Trainer gelobt

Von Albert M. Kraushaar

Bad Teinach Zavelstein-Rötenbach. Rund 25 Nachwuchsschützen stehen im Talentzentrum in Rötenbach in der Ausbildung. Bei den Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes starteten sie unter den Flaggen der SG Aichelberg, SV Rohrdorf, SV Oberlengenhardt, SV Bad Herrenalb und SV Rötenbach.

Jetzt präsentierte Ehrenoberschützenmeister Willi Waidelich im Rahmen einer Meisterfeier eine lange Liste von Erfolgen die bis zu Edelmetall bei den deutschen Meisterschaften reichte.

"Auf den SV Rötenbach entfielen 73 Starts bei den Kreismeisterschaften, 67 gab es bei den Bezirksmeisterschaften, 45 konnten wir bei den Landesmeisterschaften verzeichnen", holte Waidelich weit aus. Aus diesem Kreis haben sich sechs Mannschaften und 17 Einzelstarter für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. "Das ist eine ganz ausgezeichnete Leistung wenn man bedenkt, wie extrem hoch das Limit für einen Startplatz auf der Olympiaschießanlage in München ist", so der Ehrenvorsitzende.

"Im Vergleich der Besten macht ein Ring zehn Plätze aus", erläuterte Kreisschützenmeister Helmut Pfrommer. Als Beispiel nannte er den Neuweiler Jugendschützen Gregor Stabel der mit dem Luftgewehr 390 Ringe erzielte und ringgleich mit Rang zwei Sechster geworden ist. Sein Teamkollege Markus Abt wurde mit dem gleichen Ergebnis Dritter. Beim Olympischen Liegendkampf über 60 Schuss gewann die Mannschaft um Max Schönle und Xenia Linder die Silbermedaille. Die Oberlengenhardterin wurde darüber hinaus mit 589 von 600 möglichen Ringen deutsche Vizemeisterin bei der Jugend weiblich.

"Die Einrichtung der Talentzentren hat sich gelohnt. Das hat die Ausbeute bei den Schülern und der Jugend gezeigt", stellte Roland Mayer fest. Der Bezirkschef lobte die Arbeit der Trainer Thomas Waidelich, Ulrike Müller, Conrad Bantel, Jochen Keppler und Ralf Kappler. Zugleich bedankte er sich bei Eltern und Angehörigen, ohne deren Unterstützung Leistungssport in diesem Dimensionen nicht möglich sei.

"Als ich vor fast genau drei Jahren zur Einweihung des Talentzentrums nach Rötenbach gekommen bin, habe ich einen Gutschein für Munition mitgebracht", blickte Markus Wendel auf die Anfänge zurück. "Wenn ich die heutige Bilanz höre, kann ich feststellen, dass die guten Wünsche in Erfüllung gegangen sind und viel davon ihr Ziel gefunden haben", so der Bürgermeister. "Ihr seid mit euren Erfolgen ein Werbeträger für unsere Stadt, darum mache ich es heute mit einem Gutschein gleich noch Mal",sagte Wendel und drückte der Vorsitzenden des SV Rötenbach, Doris Hammann ,ein Kuvert in die Hände.

Der Verein stellt den Nachwuchsschützen zusätzlich zum Training in den Vereinen zwei Mal wöchentlich Trainer und Anlage zur Verfügung. "Von nichts, kommt nichts", dieser Spruch hat auch im Schießsport seine Berechtigung. Für Helmut Pfrommer besteht der Weg zum Erfolg aus Talent, Fleiß, Durchhaltevermögen, Glück Nervenstärke und Wettkampfhärte. Dazu müsste auch noch der große Rahmen stimmen, so der Altburger in Vertretung des Kreisvorsitzenden Edmund Großmann.