Von Steffi Stocker Nordschwarzwald. Nach dem kulinarischen baden-württembergischen Vorbild "Schmeck den Süden" entstand vor sechs Jahren die Vereinigung der Naturpark-Wirte. Der Zusammenschluss von Gastgebern unter dem Dach des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord regionalisiert den Genuss. Jetzt übernahm Rolf Berlin den Vorsitz. "Niemand muss sich verstecken. Der Nordschwarzwald wird immer mehr zu einer Marke mit Qualität, in der die Kulinarik daheim ist", so der Patron aus Zavelstein, wie er im eigenen Haus "KroneLamm" gerne genannt wird. Von Anfang an war Berlin von der Vereinigung überzeugt, in der er nun Verantwortung übernommen hat, zumal Branko Struhak vom Kurhaus Bad Herrenalb sich nicht mehr zur Wahl stellte.

"Richtige Regionalität beginnt vor der Haustüre und die will ich mitgestalten", stellte Berlin in Aussicht. In der Festigung und Erweiterung des Netzwerks von Produzenten sieht der frisch gebackene Wirte-Vorsitzende den Schlüsselpunkt dafür.

"Wir brauchen unsere Schwarzwälder Landwirte und deshalb müssen wir sie auch unterstützen", unterstreicht Berlin, dass dabei jedes Mitglied gefordert ist. So wären Topprodukte zum Greifen nah und der Bedarf gegeben. Gleichzeitig will er den Landwirten mehr Mut zusprechen, trotz Auflagen beispielsweise selbst zu schlachten oder sich der Käseproduktion anzunehmen. "Es ist noch viel Potenzial da, damit die Wirte Regionalität noch mehr leben können", ist Berlin überzeugt.

Außerdem hält er das Umweltmanagement in den Betrieben für eine Zukunftsaufgabe und sieht in der Zertifizierung von Naturpark-Hotels eine weitere Profilierungschance. Deshalb wird es sein Bestreben sein, weitere Mitglieder zu gewinnen.

Derzeit sind 38 Betriebe bei den Naturpark-Wirten zusammengeschlossen, und die Signale der neu gewählten Vorstandsriege sind motivierend. In ihr engagieren sich Evi Rothfuss (Landgasthof-Hotel Hirsch Loßburg), Manfred Haas (Naturpark-Hotel Adler St. Roman), Eberhard Junghanns (Landhotel Hirschen Oberwolfach) und Jürgen Lauble (Landhaus Lauble Hornberg).