Von Steffi Stocker

Bad Teinach-Zavelstein. Nachdem der erste Anlauf der Burgweihnacht verregnet war, lockte das zauberhafte Ambiente in winterlicher Kulisse in diesem Jahr zahlreiche Besucher aus der Region nach Zavelstein. Schon im Städtle deuteten Holzhütten auf das heimelige Flair der Veranstaltung hin.

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Auf den verschneiten Wegen zur Ruine herrschte eine beschauliche Atmosphäre. Schnuppern, Schmecken, Schauen, Plaudern und das Zuhören bestimmten das Geschehen der Burgweihnacht. Regionale Leckereien, stimmungsvolle Dekorationen, kunsthandwerkliche Arbeiten und liebevolle Bastelarbeiten luden zum Verweilen und Einkaufen ein. Neben einigen professionellen Marktbeschickern beteiligten sich auch Vereine am Angebot der Burgweihnacht. Somit war auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Gerne griffen die Gäste zu Punsch oder Glühwein, um der Kälte ein kleines bisschen zu trotzen. Auch das "moderne Lagerfeuer", wie die Mitglieder der mittelalterlichen Spielerey ihren Gasherd bezeichneten, war ein beliebter Anziehungspunkt zum Aufwärmen.

Das historische Ambiente in der Ruine gab er Burgweihnacht ihren Rahmen. Beim Streifzug durch das Städtle und die altehrwürdigem Gemäuer konnten die Besucher dem Nikolaus begegnen. Statt Knecht Ruprecht begleitete den Rauschebart die Teinacher Wasserkönigin Silvia I.

Auf der Bühne unter einem Pavillon gegenüber des Zavelsteiner Rathauses umrahmten musikalische Beiträge das Geschehen.

Sowohl für den Musikverein, als auch den Grundschulchor der Stadt hatte Bürgermeister Markus Wendel eine Überraschung. "Wir teilen den Erlös unseres Bürgerkonzertes unter diesen beiden Musik treibenden Gruppen auf", sagte der Verwaltungschef und überreichte jeweils 600 Euro zugunsten der Nachwuchsarbeit. Wie diese klingt, brachten dann unter anderem helle Kinderstimmen zu Gehör.

Zum gemeinsamen Singen animierte indes Paul Haug beim schwäbischen Advent. Mit Liedern, Gedichten und Geschichten, aber auch kritischen Vergleichen erinnerte er an das Geschehen früherer Tage in der Vorweihnachtszeit. Insgesamt war die zweite Burgweihnacht ein gelungenes Adventswochenende.