
Von Steffi Stocker Bad Teinach-Zavelstein-Sommenhardt. Eigentlich ist die Blutspende im Konsul-Niethammer-Zentrum KoNi Zavelstein ein fester Bestandteil im Jahreskalender von Dirk Bolay. Diesmal jedoch wird er darauf verzichten, da er in Vorbereitung einer Stammzellenspende steht.Dann wird wohl nur Ehefrau Tanja Bolay am Dienstag, 24. Januar, ihr Blut spenden. Unter dessen hat Bolay bereits mit einer Hormonbehandlung begonnen. "Sie zieht eine erhöhte Produktion von Stammzellen in meinem Blut nach sich", berichtet der Steuerberater. Denn seine Stammzellen weisen die passenden Merkmale für einen erkrankten Empfänger auf, wie er inzwischen weiß. Im Institut für Transfusionsmedizin in Mannheim werden sie dem 42-Jährigen am Donnerstag entnommen. "Ich habe die Hoffnung, dass die Spende dem Empfänger zum Segen wird", beschreibt Bolay seine freudige Gespanntheit, auf diese Weise etwas für die Gesellschaft zu tun.
Wie bedeutend schon eine Blutspende sein kann, weiß der dreifache Familienvater aus eigener Erfahrung. Sein ältester Sohn Lukas war kurz nach der Geburt auf fremdes Blut angewiesen, um eine Krankheit zu bewältigen. "Das war der Auslöser für mich, selbst zur Blutspende zu gehen", erzählt Bolay. "Es macht Sinn, wenn man die gesundheitliche Möglichkeit hat und ist ein unersetzlicher Teil bürgerschaftlichen Engagements." Vor zwei Jahren ließ er sich auch typisieren. Und im Herbst kam die telefonische Anfrage, ob er weiter bereitstehe. Nachdem er bei der Hausärztin nochmals Blut für die genauere Untersuchung abgegeben hatte, stand Anfang des Jahres der erste Generalcheck in Mannheim an.
Stolz auf den Papa ist der 14-jährige Lukas. "Aber auch ängstlich, weiß ich doch nicht so genau, wie und was mit ihm gemacht wird", räumt der Schüler ein, während sein zwei Jahre jüngerer Bruder Josias sich vorstellen kann, dass der Papa zunächst geschwächt nach Hause kommt. Die neunjährige Luisa hofft, dass die Nadel, die sie ja schon vom Zuschauen bei der Blutspende kennt, nicht zu sehr schmerzt. Bolay hofft gleichzeitig, damit weitere Menschen zu animieren, sowohl Blut zu spenden, als auch sich typisieren zu lassen.