Bad Teinach-Zavelstein (hms). Knapp 200 Besucher erlebten im Konsul-Niethammer-Kulturzentrum in Zavelstein die örtliche Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank im Kreis Calw. Das Programm bot Abwechslungsreiches heimischer Künstler und auch Gaumen-Köstlichkeiten.

"Hundert Kilogramm trocken gewogene Teigwaren aus der Bad Teinacher Nudelmanufaktur haben an vier Versammlungs-Abenden die über 1200 Gäste mit Genuss verspeist", so der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Schabert. Für die Versammelten aus dem Stadtgebiet und Teilen der Nachbargemeinde Oberreichenbach hatte er eine Überraschung parat: Ab den nächsten Tagen werden in der Filiale Zavelstein gut gesichert hinter Glas im rund um die Uhr zugänglichen Vorraum mit dem Geldautomaten vier im Eigentum der Genossenschaft stehende Gold-Gulden aus dem 14. Jahrhundert dauerhaft ausgestellt.

Im Grußwort von Bürgermeister Markus Wendel wurden Insider-Kenntnisse deutlich. Das seit 16 Monaten dem Aufsichtsrat angehörende und als stellvertretender Vorsitzender wirkende Stadtoberhaupt unterstrich, dass die Bank unterwegs zum zehntausendsten Mitglied sei. Ihm gefalle, dass das von den Teilhabern getragene Institut kein Interesse an Strohfeuer oder schnellem Zaster habe. Entgegennehmen durfte Wendel für 50-jährige Mitgliedschaft seiner Stadt eine Ehrenurkunde sowie eine Spende für die Kleinkindgruppe.

Ganz großen Applaus nahmen im Vorprogramm die Künstler der Zirkusgruppe "SH-Zelli" unter der Regie des Leiters der Sprachheilschule Stammheim, Reinhard Giese, entgegen. Einrad-Kunst in der Gruppe und Jonglage, teils im abgedunkelten Raum mit leuchtenden Kegeln zu schmissiger Musik, beeindruckten die Zuschauer.

Den Schlusspunkt des Abends setzte Dietrich Morlok von der Bad Teinacher Nudelmanufaktur, der in kurzweiliger Form seinen Betrieb und die Entstehung einiger seiner 200 Nudelsorten in 17 Formen darstellte. Aus italienischem Hartweizengrieß und nur mit Wasser sowie mit farbgebenden frischen Kräutern oder Gemüse angereichert entstehen seine Nudeln. Eier kommen keine hinein, dafür in seine Spätzle pro Kilo Mehl gleich 10 bis 12.