Bad Teinach-Zavelstein Landesehrennadel für Klaus Pichler

Schwarzwälder-Bote, 18.06.2012 04:30 Uhr

Von Steffi Stocker

Bad Teinach-Zavelstein. Mit der Umgestaltung des historischen Friedhofs, dem Gotsacker, wurde dem Zavelsteiner Kirchspiel und Bestattungswesen früherer Tage eine würdige Stätte der Erinnerung bereitet. Zu dessen Einweihung verlieh Bürgermeister Markus Wendel Initiator Klaus Pichler die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Sichtlich überrascht waren Gabriele und Klaus Pichler über die Auszeichnung, die im Namen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann verliehen wird. Zahlreiche historische Exponate und liebevoll gepflegte Zeugen der Vergangenheit entführen in Zavelstein nicht nur Besucher in die Geschichte des Städtles. Ein rühriger Arbeitskreis um dessen engagierten Leiter Pichler hat sich um die Heimatgeschichte verdient gemacht. Auch der am Sonntag eingeweihte Gotsacker trägt deutlich die Handschrift des Historikers.

"Mit der Verwirklichung setzt Klaus Pichler einen Schlusspunkt unter sein Jahrzehnte langes Wirken", fasste Wendel zusammen. Der Schultes erinnerte unter anderem an die von Pichler geschnitzten Eingangstafeln in Zavelstein, die seit beinahe 30 Jahren Gäste willkommen heißen.

Einen ersten großen Kraftakt stemmten Mitglieder des Schwarzwaldvereins (SWV) der Ortsgruppe Zavelstein beim Wiederaufbau des Wehrturms. Daraufhin beschlossen Ulrich Griesau, Erich Eichner, Alfons Demuth und Pichler die Gründung des Arbeitskreises Heimatpflege. Etliche Publikationen aus der Feder des Historikers erinnern seither in Wort und Bild an Geschichte und Ansichten des Ortes.

Die Wiederherstellung des ehemaligen Burgzugangs, der Aufbau von Museum und Remise, die Instandsetzung der Stadtmauerkrone sowie die Einrichtung einer alten Schmiede verleihen Zavelstein einen besonders wertvollen Charme. Darüber hinaus erinnerte Wendel an den Burgschauspieler, der in Pichler steckt.

Mit akribischer Recherche und engagiertem Einsatz vor allem Pichlers wurden Kleindenkmäler erfasst und eine Brunnentour installiert. Geschichtlich-kulturell ausgerichtet sind zudem immer wieder von ihm gestaltete mehrtägige Wandertouren. Und auch für den Naturschutz im Gebiet Zavelsteiner Krokuswiesen brachte sich der Arbeitskreis ein.

 
 
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