Von Wilfried Weis Bad Rippoldsau-Schapbach. Bei der Sitzung des Gemeinderats Bad Rippoldsau-Schapbach stellte Revierleiter Frank Schmid dem Rat den Plan für das Forstwirtschaftsjahr 2013 vor. Angesetzt sei ein reduzierter Sonderhieb von 4200 Festmetern, was einen Erlös von rund 305 000 Euro erbringen soll.Zudem habe man Einnahmen durch die Jagdpacht (1500 Euro), Pacht für die Windräder (10 000 Euro) und Ersatz für die Leistung eines Waldarbeiters (15 000 Euro). Das ergäbe eine Summe von 331 600 Euro.

An Ausgaben seien 76 400 Euro Personalkosten, 25 000 Euro für Unterhaltung von Straßen und Wegen, darunter auch die Sanierung der Sandeckwaldstraße, 12 000 Euro Steuern und Versicherungen, 39 000 Euro für die Holzbringung sowie 66 300 für den Unternehmereinsatz für die Holzernte. Nach Abzug der Kosten würde ein Gewinn von 81 300 Euro übrig bleiben.

Rege diskutiert wurde im Gemeinderat über die Einschlagsmenge, denn es seien noch einige Fragen zu prüfen, wie betont wurde. Ob der Sonderhieb tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, solle erst später diskutiert werden. Gemeinderat Roland Weis stellte den Antrag, die Verwaltung mit der Beantwortung der offenen Fragen zu beauftragen und dem Rat zu fünf Punkten Informationen zu liefern: Planung, Voraussetzungen für die Genehmigung, Durchführung, Folgen für den Haushalt sowie forstliche Folgen. Wenn es zum Sonderhieb komme, sei dies ein Großprojekt, für das sorgfältige Vorarbeit nötig sei, so Weis.

Gemeinderat Franz Günter war der Meinung, dass sich die Sache auch finanziell lohnen müsse, denn die Neuverschuldung müsse man in den Griff bekommen. Die Einnahmen aus einem möglichen Sonderhieb dürften von dieser nicht aufgefressen werden.  "Wir nehmen diese Sache sicherlich nicht auf die leichte Schulter und müssen noch einige Diskussionen führen", so Günter.

Mit zehn Ja-Stimmen, einer Enthaltung von Beate Belz und einer Gegenstimme von Bürgermeister Bernhard Waidele fiel das Votum für den Auftrag, die aufgezählten Punkte zum Thema Sonderhieb noch näher zu beleuchten, deutlich aus. Der Bürgermeister begründete sein "Nein" mit der Nachhaltigkeit. Bei einem Sonderhieb wäre diese mindestens für die nächsten 20 bis 30 Jahre nicht gegeben.