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Bad Rippoldsau-Schapbach - Mit einem Zunftmeisterempfang wurde das närrische Doppeljubiläum der Schapbacher Narren mit dem 33-jährigen Bestehen der Käfzgeschneller und dem 22. Geburtstag der Bockseckegeister eröffnet.
Abends feierten dann rund 1500 Personen in der Festhalle und im Festzelt. Zum Zunftmeisterempfang begrüßten Obfrau Steffi Feger (Käfzgeschneller) und Obmann Manuel Jehle (Bockseckegeister) in Reim und Vers die Zunftmeister der vertretenen Narrenzünfte und Bürgermeister Bernhard Waidele. Feger und Jehle gingen auch auf die Entstehungsgeschichte der Käfzgeschneller und Bockseckegeister ein. 1976 stand bei der Hauptversammlung des Hamperlevereins das Thema Masken auf der Tagesordnungspunkt. In einer Elferratssitzung mit Präsident Willi Lehmann wurde dann im April 1978 beschlossen, bis zur Fastnet 1979 eine Maske vorzustellen. Historiker Josef Krausbeck aus Wolfach fertigte einen Entwurf, und bis zum 11. November 1978 konnte dann der Käfzgeschneller vorgestellt werden. Erster Obmann war Eich Börsig, der 1987 von Michael Neumaier abgelöst wurde.
Am 11. November 1990 wurden bei der Hauptversammlung die Bockseckegeister dann als dritte Häsgruppe vorgestellt, nachdem 1986 die Nachtfrauen gegründet worden waren. Die Käfzgeschneller zählen heute 40 Mitglieder und die Bockseckegeister 42 Hästräger.
Hamperlepräsident Martin Kaluza gratulierte den beiden Jubilaren zu ihrem Fest und lobte die hervorragende Organisation beider Häsgruppen. Im Namen des Hamperlevereins überreichte er ein Geschenk.
Viele Narrengruppen waren erstmals zu Gast in Schapbach. Die Zunftmeister gratulierten zum Doppeljubiläum und überreichten den Obmännern Geschenke, zumeist waren es Sparstrümpfe.
Abends war Schapbach fest in Narrenhand. 31 Zünfte waren zum Jubiläum der Käfzgeschneller und Bockseckegeister gekommen. Zunächst wurde vor dem Rathaus der Narrenbaum erstellt. Bürgermeister Bernhard Waidele eröffnete die fünfte Jahreszeit und begrüßte die Narren aus nah und fern. Die beiden Häsgruppen Käfzgeschneller und Bockseckegeister seien eine kulturelle Bereicherung für die Gemeinde. Waidele gratulierte zum Jubiläum.
Das Narrenbaumstellen wurde von der einheimischen Hamperle-Harmonie und vom Fanfarenzug der Narrenzunft Alpirsbach mit schmissigen Weisen umrahmt. 1200 Hästräger kamen in die Festhalle und das Festzelt. Den weitesten Weg legten die Guggenmusik Bodenbachsymphoniker aus Wernau bei Esslingen und die Sumpfgumer-Guggenmusik aus Grenzach-Wyhlen zurück. Das Jubiläum wurde zu einem großen Erfolg. Ein Höhepunkt jagte den anderen bei den Darbietungen im Hexenkessel in der Festhalle und besonders im Festzelt wo kaum noch ein Durchkommen war.
Durch das bunte Programm in der Schapbacher Festhalle mit Brauchtumstänzen und Musikgruppen führte Sylvia Harter. Sie dankte auch den Nachtfrauen für die Unterstützung bei der Vorbereitung des Fests. Sie hatten am Vormittag die Fasnachtsbändel aufgehängt und das Dorf zum Doppeljubiläum geschmückt. Zum Auftakt führten die Oberwolfacher Lempihexen einen Showtanz auf. Die Schapbacher Nachtfrauen begeisterten das Publikum mit einem Hardrock-Showtanz.
Zum Höhepunkt des Abends wurde der Auftritt der Blutwurzeldrolle aus Bühlertal, die auch zwei Zugaben boten. Die Hästanzgruppe wurde stürmisch gefeiert. Mit der Band Radioman hatte man in der Festhalle einen Glücksgriff getan. Die sechs Musiker aus dem Murgtal verstanden es prächtig, das Publikum bei Laune zu halten. Mit Pop- und Rocksongs, aber auch vielen bekannten Fasnachtsschlagern brachten sie Jung und Alt in Partystimmung. Im Festzelt unterhielten einige Guggenmusiken und DJ Andy die Narren.
Die Guggenmusik Gässlifätzer aus Ebringen bei Freiburg, die Bodenbachsymphoniker Wernau bei Esslingen und die Sumpfgumer Guggenmusik aus Grenzach-Wyhlen brachten das Publikum so richtig in Schwung und heizten kräftig ein.