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Bad Rippoldsau-Schapbach Freiwillige Helfer rücken dem Japan-Knöterich zu Leibe

Schwarzwälder-Bote, vom 23.08.2010 19:43 Uhr
Der Japan-Knöterich wuchert an den Ufern das Wolfbachs. 
Foto: Schmid Foto: Schwarzwälder-Bote
Der Japan-Knöterich wuchert an den Ufern das Wolfbachs. Foto: Schmid Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Franz Schmid

Bad Rippoldsau-Schapbach. Mit einem zweiten Durchgang in diesem Jahr wird dem "Rippoldsauer Duwack" (Japan-Knöterich) zu Leibe gerückt, um so die Landschaft entlang des Wolfbachs und der Uferpromenade offen zu halten.

Die Rentnergruppen aus den Ortsteilen Bad Rippoldsau und Schapbach bekämpfen seit nunmehr zwölf Jahren den Knöterich mit Springkraut durch Abmähen und Abschlagen, damit die enge Talaue nicht völlig überwuchert wird. Der Japanknöterich, der im Volksmund auch als "Rippoldsauer Duwack" bezeichnet wird, wurde im Jahr 1825 aus Japan als Zier- und Futterpflanze, aber auch als Bienenweide nach Europa eingeführt. Das erste belegte Vorkommen des Knöterichs im Wolf- und Kinzigtal war um 1910 im Kurpark in Bad Rippoldsau, aber auch in Nordrach und Bad Griesbach. Die Pflanze verbreitet sich schnell und ist durchaus in der Lage, sich in kleinsten Mauerritzen anzusiedeln, was zu Schäden an Brücken, Bauwerken und Ufermauern führt. Der Einsatz von Herbiziden zur Bekämpfung der Pflanzen zeigt zwar Wirkung, doch muss an Gewässern zehn Meter Abstand wegen des Fischbestands eingehalten werden. Eine weitere Bekämpfungsmethode ist das ätzende und thermische Verfahren unter Ausbringung von Kalkstickstoff sowie Flämmen und Infrarotbestrahlung, was aber kostenaufwändig ist und keinen größeren Erfolg bringt.

So bleibt nur eine Zurückdrängung des Staudenknöterichs durch jährlich mehrmaliges Abmähen oder Abschlagen.

Der nächste Arbeitseinsatz der Bad Rippoldsauer Rentner-Gruppe findet am Montag, 30. August, statt. Treffpunkt ist um 9 Uhr auf dem Kurhausparkplatz. Auch die Rentnergruppe des Ortsteils Schapbach ist bei der Knöterichbekämpfung aktiv.

Auch sind Bürger willkommen, die bisher noch nicht an der Knöterich-Aktion dabei waren. Mitzubringen ist ein Haumesser oder eine Sense.

Nur durch mehrfaches Zurückschneiden des fremdländischen Knöterichs wird die Blüte verhindert und das Wachstum und die starke Wucherung zurückgedrängt.

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