
Bad Rippoldsau-Schapbach. Der Alternative Wolf- und Bärenpark Schwarzwald steht unter neuer Leitung. Der 48-jährige Stephan Voegeli leitete in den vergangenen vier Jahren einen Tierpark in Nordhessen. Voegeli hat die Anlage zu einem ansprechenden Naturerlebnispark ausgebaut. Davor war der biozertifizierte Nutztierhalter Inhaber einer Werbeagentur. Der ausgebildete Grafiker war für verschiedene Agenturen als Werbegrafiker und Artdirector tätig und will jetzt seine in den bisherigen Tätigkeiten erworbenen Erfahrungen in den Dienst des Wolf- und Bärenparks stellen. "Die tierischen Bewohner der großzügigen Freianlagen haben mich schnell für sich eingenommen", nennt der neue Bärenparkchef einen der Beweggründe, zusammen mit dem Mitarbeiterteam, das er leiten wird, seine Energie künftig den Zielen der Stiftung für Bären zu widmen. Voegeli will im Wolftal heimisch werden und sucht für seine sechsköpfige Familie eine Bleibe, am liebsten einen schönen Bauernhof mit viel Platz für Mensch und Tier. Der neue Parkleiter hat schon konkrete Vorstellungen davon, was er als Nächstes in Angriff nehmen will. Er strebt an, aus der derzeitigen "Baustelle" Bärenpark nach und nach eine Anlage zu schaffen, in die die Besucher immer wieder und gerne kommen. Eine ansprechende und informative Beschilderung soll hierzu genauso gehören wie ein neuer Imbissbereich und der Ausbau der Spieleinrichtungen für Kinder. Auch die Aufnahme weiterer Tiere steht an. Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der Stiftung für Bären, berichtete, dass eine notwendige Investition dem Bärenpark in naher Zukunft ins Haus stehe: die Ausstattung des medizinischen Behandlungsraums mit einem Operationstisch. Die Sonderanfertigung koste insgesamt 35 000 Euro und sei bisher zur Hälfte durch Spenden finanziert.