
Von Wolfram Eitel
Bad Liebenzell-Monakam. Mit einer gelungenen Präsentation ihres Gemeindelebens überzeugten die Kirchengemeinden Monakam und Unterhaugstett beim Gemeindeforum im Rahmen der anstehenden Visitation.
Den Auftakt hierzu bestritten die 18 Jungen und Mädchen des Kindergartens mit rhythmischen Tanzformationen. "Hallo Hallo, herzlich willkommen" begrüßten sie die Besucher im Monakamer Dorfzentrum, unter ihnen Dekan Erich Hartmann und Schuldekan Richard Zimmerling. Hinsehen und gemeinsam wahrnehmen, was es alles gibt in dieser Gemeinde, sowie darüber sprechen, umriss Friedmann von Keler, der vom Oberkirchenrat beauftragte Moderator, Sinn und Zweck des Forums.
Nach der Begrüßung von Pfarrerin Eva Ulmen und einer schwungvollen Ermunterung durch den Posaunenchor kamen die Teilnehmer der Aufforderung nach. Schon zuvor war ihnen das reichhaltige Angebot der Gemeinden aufgefallen, das an 15 Ständen sowie an Foto-Bilderwänden werbewirksam vorgestellt wurde. Kindergarten und Kinderkirchen, Posaunen- und Kirchenchor sowie der Nachmittag der älteren Generation und das Männerforum waren nur einige Ausschnitte aus dem bunten und lebendigen Gesamtbild.
Über eine vorwiegend positive Wahrnehmung der Gemeinden von außen berichte-ten anschließend der Vorsitzende der katholischen Kirchengemeinde, Richard Russ, Stefan Kirchner als Leiter der kirchlichen Verwaltungsstelle sowie die Monakamer Mitbürgerin Brigitte Rentschler. Intensiv wurden auch die Teilnehmer selbst in die konstruktive Gestaltung des Forums einbezogen. Sie befassten sich mit Fragen zur Gegenwart und Zukunft sowie zur Arbeit und Wahrnehmung ihrer Gemeinden.
Emsig wurden die auf den fünf Tischen ausliegenden Flipchartpapiere mit den Ergebnissen der lebhaften Diskussion beschriftet. Eine erste Grobauswertung ergab zahlreiche Anregungen, Hinweise und Wünsche, mit denen sich die Kirchengemeinderäte in den nächsten Monaten befassen werden. Neben einer intensiveren Kommunikation spielen auch Wünsche nach mehr gemeinsamen Projekten sowie einer stärkeren gemeinsamen Nutzung der vorhandenen Kapazitäten in den beiden Gemeinden eine Rolle. In seiner Zusammenfassung fand Dekan Hartmann lobende Worte nicht nur für die Vorträge des Kirchenchores, sondern auch für das gelungene Forum. Die Vielfalt in den Gemeinden sei bestens zum Ausdruck gekommen und er habe tolle Gespräche sowie einen engagierten Gedankenaustausch erlebt.
Dabei hebt der Dekan das erfolgreiche Zusammenwirken der beiden vor mehr als 100 Jahren in einer Pfarrstelle vereinigten Gemeinden hervor. Ein sinnmachendes, noch engeres Zusammengehen im Rahmen einer Fusion könnte aus mehreren Gründen für beide nur Vorteile bringen, ohne dass die individuellen Angebote in den beiden Ortsteilen beschnitten werden müssten.