Bad Herrenalb Zusammenarbeit macht Spaß

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Das Bild zeigt von rechts: Tido Lüdtke, stellvertretender Kreisbrandmeister, heftet Hartmut Nofer das goldene Ehrenzeichen der Feuerwehr an die Brust. Auch Bernhard Hummel bekam diese Auszeichnung für 40 Jahre Feuerwehrdienst. Martin Gröner wurde erneut zum stellvertretenden Kommandanten der Gesamtwehr gewählt. Foto: Glaser Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Dietmar Glaser

Wenn es brennt, rücken alle aus. Die drei Abteilungen Bernbach, Neusatz/Rotensol und Kernstadt der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Herrenalb lösen große Aufgaben gemeinsam.

Bad Herrenalb. Auf der Hauptversammlung der Gesamtwehr am Freitagabend zog Kommandant Bernhard Hummel eine positive Bilanz.

Tagesverfügbarkeit bereitet Sorgen

Insgesamt 104 Feuerwehrleute sind für die Sicherheit in Bad Herrenalb aktiv. Ihr Durchschnittsalter beträgt 36 Jahre. "Wir haben den Generationswechsel gut bewältigt", sagte Hummel. Sorgen bereitet die Tagesverfügbarkeit, denn viele Brandbekämpfer haben ihren Arbeitsplatz außerhalb der Stadt. 20 sind tagsüber sicher einsatzbereit, sagt die Statistik des Kommandanten. Zwölf in der Stadt, sieben in Neusatz/Rotensol und einer in Bernbach. Bei größerer Gefahrenlage, wie zum Beispiel Brandalarm, werden deshalb alle Abteilungen gleichzeitig gerufen.

Ein hoher Ausbildungsstand

Andreas Badouin, seit sechs Wochen Abteilungskommandant von Neusatz/Rotensol, lobte dieses Verfahren. Von den 25 Alarmierungen seiner Abteilung im Jahr 2015 betrafen 20 die Kernstadt oder Bernbach. "Durch unseren hohen Ausbildungsstand können wir schnell Positionen tauschen", erklärte Badouin. Seine Atemschutzgeräteträger und Maschinisten ergänzen die Kräfte an der Einsatzstelle. Badouin: "Die Akzeptanz untereinander ist groß und die Zusammenarbeit gut. Das macht Spaß. Vor ein paar Jahren hätte noch jeder seinen eigenen Einsatz daraus gemacht."

Auch Kommandant Hummel lobte das im Jahr 2012 für Neusatz/Rotensol eingeführte Verfahren, das 2015 auf Bernbach erweitert wurde. Die Stressresistenz bei Alarm sei größer, das Ausrücken geordneter und der Übungsbetrieb besser.

Mit kritischem Blick auf die Fahrzeuge seiner Wehr sagte Hummel: "Das Durchschnittsalter beträgt 19 Jahre. Das ist für die Feuerwehr erträglich." 40 Jahre alt ist ein Löschfahrzeug (LF 16), das immer noch ausrückt. "Das funktioniert nur, weil es fast keine Elektronik hat. Moderne Fahrzeuge werden nicht mehr so alt", warnte Hummel. Andreas Link, Abteilungskommandant der Kernstadt, freute sich über einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW): "Er kommt in den nächsten paar Wochen." Auch Bernbach bekommt noch in diesem Jahr einen neuen MTW.

Ein besonderes Augenmerk haben alle Abteilungen auf ihren Nachwuchs. Insgesamt gibt es 25 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr, weitere 29 bei den Bambini.

Die Jugendfeuerwehr der Kernstadt feiert dieses Jahr am 11. Juni ihr 30-jähriges Bestehen. Verstärkung bei der Feuerwehr erhofft man sich auch durch einen höheren Frauenanteil. Bisher tun neun Frauen Dienst. Ohne jeden Erfolg blieben Bemühungen, Bürger mit Migrationshintergrund zur Feuerwehr zu bringen. "Auch die zweite oder dritte Generation kommt nicht", stellte Hummel ratlos fest.

Stellvertreter wiedergewählt

Auf der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Herrenalb wurde Martin Gröner in geheimer Wahl als stellvertretender Kommandant der Gesamtwehr bestätigt. Es gab keine Gegenstimme und keine Enthaltung. Es ist die vierte Amtszeit von Gröner. Sie dauert fünf Jahre. Er ist seit 26 Jahren auch Abteilungskommandant in Bernbach.

Am selben Abend wurden Eduard Gräßle und Sascha Engelhardt zu Hauptlöschmeistern befördert. Eduard Gräßle ist Ausschussmitglied, Zugführer, Atemschutzgerätewart, Berater des Abteilungskommandanten und Ausbilder im Landkreis Calw. Er bekam die Beförderung für sein großes Engagement. Gleiches gilt für Sascha Engelhardt, der seit Jahren Stadtjugendwart ist.

Für 40-jährigen Feuerwehrdienst bekamen Bernhard Hummel, Hartmut Nofer und Thomas Pfeiffer das Feuerwehrabzeichen in Gold. Hummel ist seit 1999 Kommandant der Gesamtwehr. Hartmut Nofer ist seit vielen Jahren hauptamtlicher Gerätewart.

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