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Bad Herrenalb Unabhängiges Fachgutachten abwarten

Schwarzwälder-Bote, vom 02.02.2012 20:00 Uhr

Betrifft: "Unternehmer sind gegen Nationalpark" vom 1. Februar Was ich bei der Auseinandersetzung um den Nationalpark Nordschwarzwald immer schon vermutet hatte, wird nun schwarz auf weiß bestätigt. Bei der Übergabe der Resolution des Bad Herrenalber Gewerbe-Verbunds an Bürgermeister Norbert Mai erklärte Herr Müller, "dass die ablehnende Haltung zum Thema Nationalpark an zwei Unternehmerabenden mehrheitlich zum Ausdruck kam. Nur wenige Stimmen im HGV hätten sich dafür ausgesprochen vor einer Stellungnahme mehr Informationen zu sammeln." Das ist ein deutlicher Hinweis, dass die Gegner des Nationalparks sehr vorschnell agieren und nicht bereit sind "mehr Informationen zu sammeln". Schon vor der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung im vergangenen September in Bad Wildbad veranstalteten die Gegner Demonstrationen. Sie sind bis heute nicht bereit, unvoreingenommen auf die Argumente der Befürworter zu hören. Dass ein Fachgutachten erstellt wird, mit dem man frühestens Ende dieses Jahres rechnen kann, wird überhaupt nicht wahrgenommen. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die Gegner eines Nationalparks, die vor allem aus dem Bereich der Wirtschaftsbetriebe rund um die Waldwirtschaft kommen, sich große Sorgen um ihre Existenz machen. Diese Ängste müssen unbedingt ernst genommen werden. Aber gerade deshalb ist es so wichtig, das unabhängige Fachgutachten abzuwarten. Es könnte sich dann nämlich herausstellen, dass der Wegfall von 0,5 Prozent der gesamten Holzverwertung pro Jahr in Baden-Württemberg keineswegs zu einer Katastrophe bei den Betrieben führen muss. Und es ist denkbar, dass durch verstärkten Einschlag der Fichte in der zukünftigen Kernzone des Nationalparks über 20 bis 30 Jahre hinweg, der Borkenkäfer weit aus weniger Chancen hat als im Bayrischen Wald. Auch ist bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht wirklich untersucht, ob dieses Vorhaben sich positiv oder negativ auf den Tourismus auswirkt. Ich selbst habe mir vorgenommen, alle Argumente anzuhören und wie Bürgermeister Mai "fair mit dem Land umzugehen und das Gutachten abzuwarten". Rainer MerkleBad Herrenalb

Kommentare (6)
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MRZ
02
21:03 Uhr, geschrieben von Robin Hood
..das passt doch zur neuen Politik in Baden Württemberg
...das man hier den Namen nicht nennt, das passt doch zur grünen Politik im Gemeinderat von Bad Herrenalb. Wird doch immer wieder versucht nicht öffentlich gegen Banner und Anhänger der IG Unser Nordschwarzwald vorzugehen. Grün-Rote Politik ist wohl so. Und Sie, sehr geehrter Herr Schäfer, Ihr persönlicher Rachefeldzug gegen BGM Mai ist zwischenzeitlich einfach nur noch abstoßend!!!!
FEB
08
11:52 Uhr, geschrieben von D.Schäfer
Nationalpark
Der Hang zur „Zurückhaltung“ scheint in Bad Herrenalb ganz besonders ausgeprägt zu sein und dies nicht nur auf hiesige Leserkommentare bezogen. Intransparenz und mangelnde Offenheit sind ein schlüssiger Hinweis auf die Abwesenheit emotionaler und echter Führungsstärke bzw. Zivilcourage. Unter diesem Mantel des Nicht-offen-miteinander-Redens ist m.E. hier in Bad Herrenalb eine „Bürgerkultur“ vorhanden, die schon unter Renz nicht gerade gut voran kam und unter Mai nun sogar Höhepunkte erreicht. Schliessen wir einmal Vorteilsberechnung aus, ist es doch für uns alle sicherlich ein äusserst ungutes Gefühl, zu ahnen, es ginge hier auch um Angst. Wenn das so ist, wäre das nicht nur ein Alarmzeichen, sondern auch ein Hinweis auf vorhandene Ursachen, Angstquellen etc. Wer oder was in Bad Herrenalb macht also dem einen oder anderen so viel Angst, dass man zu einem solchen komplexen Thema wie „Nationalpark Nein oder Ja“ keine offene Namensnennung wagt? Ich habe mich gerade auch aufgrund einiger „unbekannter“ Nationalparkgegner-Kommentare entschieden, dafür zu sein. Wer unerkannt schreibt, nimmt sich von ganz allein die notwendige Authentizität, und ausreichende Ablehnungsgründe konnte ich auch nicht lesen. Die Erholung von Waldflächen von jahrzehntelanger falscher Forstwirtschaft scheint mir wichtiger für uns alle. Die Mär mit dem Borkenkäfer (Bayerischer Wald), gekapptem Wegenetz und Untergang der Holzwirtschaft hat sich von allein erledigt. Da gab es ja schon mal von anderer Seite den Hinweis auf die NABU-Seite http://www.nationalparknordschwarzwald.de/wb/media/download_gallery/2011-07-20_Aengste_und_Sorgen_NLP_Nordschwarzwald.pdf
FEB
08
08:21 Uhr, geschrieben von max.u.moritz
..Bürgerbeteiligung eine grosse Show??
Sehr geehrter Herr Merkle, bei der Entscheidung für oder gegen S21 haben viele Menschen für S 21 gestimmt, weil gesagt wurde, das Planungsverfahren laufe seit mehreren Jahren. Die Gegener des Nationalparks machen schon heute auf Ihre Sorgen und Nöte aufmerksam. Bis letztes Jahr war das erlaubt. Doch das passt einigen SPD und Grünen Politikern nicht. Die Grün-Rote Landesregierung wünscht Bürgerbeteiligung, solange die Bürger Ihrer Meinung sind!!! Dies zeigt sich auch daran, wie die Umsetzung von S 21bis heute nicht unterstützt wird. Ein weiteres Beispiel ist die Aktion, bei der 120.000 Haushalte angeschrieben wurden um zum Nationalpark Stellung zu nehmen. Der Versand und die Rückgabefrist wurde in die Hauptferienzeit (Sommerferien)gelegt. Hier stellt sich ein Bürger die Frage ob Bürgerbeteiligung wirklich gewünscht ist. Interessant finde ich auch das S i e auf Aussagen des Nabu warten. Der Vorstand des Nabu (Hauptinitiator des Nationalparks) hat bereits von Monaten in einem Interview in der BNN gesagt, der Nationalpark kommt auf jeden Fall. Auch das eine klare Aussage, wie Bürgerbeteiligung der Rot-Grünen Landesregierung gelebt wird. Von grossem Interesse habe ich auch die Aussagen einiger Landtagsabgeordneten der SPD bei der Diskussion um den Nationalpark vernommen. Wurde auch hier klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, der Nationalpark kommt, und kostet es auch Arbeitsplätze. Passt das eigentlich noch zu der Grundausrichtung der SPD oder geht es tatsächlich nur noch um Macht. Wir haben, sehr geehrter Herr Merkle, wirklich einen Naturpark der gut funktioniert. Warum setzt sich Ihre Partei nicht für den Ausbau dieses Konzeptes aus. Von Herrn Bonde wird den Gegner vorgeworfen, Sie wären nicht zu Kompromissen bereit, welcher Kompromissvorschlag kommt eigentlich von der Landesregierung. Herr Merkle, ich denke Sie haben in unserer Gemeinde schon einiges positives bewirkt. Ich erwarte nicht das Sie gegen ein Nationalpark sind, ich bitte Sie jedoch die Arbeiten Ihres Koalitionspartners sehr kritisch zu hinterfragen. Es geht hier nicht um ein Projekt für unsere Heimat, es geht um ein reines Naturschutzprojekt, bei dem wir Bürger zu Zuschauern werden. Und da glaube ich, das will die Mehrzahl nicht.
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