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Bad Herrenalb Sorge um Leerstände in der Stadt

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Das "Hotel am Kurpark" steht schon eine ganze Weile leer. Foto: Archiv

Bad Herrenalb - Dieter Schäfer vom "Herrenalb-Forum" hat einen offenen Brief an Bürgermeister Norbert Mai geschickt. Und das Schreiben beispielsweise auch an Landrat Helmut Riegger und den Landtagsabgeordneten Thomas Blenke weitergeleitet.

In gut einem halben Jahr sei die Gartenschau vorbei "und viele Herrenalber Bürger sind in Sorge um die Zukunft unserer Stadt. Neue Kurpromenade, neuer Rathausplatz, neuer Kurpark..." Schäfer fragt: "Was, wenn alles leer bleibt?" – wie zum Beispiel das "Hotel am Kurpark" in der Kurpromenade.

Die Immobilie stehe seit dem 6. Januar 2016 leer. Der energetische Zustand verschlechtere sich erkennbar. Je länger die Leerzeit andauere, umso mehr müsse wieder in eine Revitalisierung investiert werden.

Zukunftsweisendes "Wohnen Plus"-Projekt

"Die Eigentümerin, die Evangelische Heimstiftung (EHS) Stuttgart, plante dort vor einem Jahr das, was sie jetzt in Bad Wildbad umsetzt: ›Wohnen Plus‹. Das ist deren zweites Projekt in Bad Wildbad." In Bad Herrenalb habe der Gemeinderat am 25. November 2015 mit knapper Mehrheit aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine dazu notwendige Nutzungsänderung verweigert.

"In Bad Wildbad hingegen begrüßte der dortige Bürgermeister Mack das Unternehmen mit seinem neuen Vorhaben: ›Eine moderne Einrichtung, die sich hervorragend in das Leben der Stadt Bad Wildbad einfügen wird und einen Mehrwert für die Menschen vor Ort bietet." Die EHS setze mit dem "Wohnen Plus" etwas Innovatives um.

Weiter heißt es in dem Schreiben an das Stadtoberhaupt: "Sie selbst hatten sich in der betreffenden Sitzung zwar für eine Nutzungsänderung ausgesprochen, ein Umdenken jedoch nicht erreicht. Inzwischen ist bekannt, dass im Gemeinderat eine mögliche Revidierung des betreffenden Gemeinderatsbeschlusses angedacht wurde. Wir bitten Sie deshalb, auf die Evangelische Heimstiftung Stuttgart entsprechend zuzugehen. Sie können einem Artikel des Schwarzwälder Boten entnehmen, dass man sich konstruktiven Gesprächen nicht verschließen wird."

Mai würde damit Schaden vom Gemeinwohl der Stadt Herrenalb abwenden. Die EHS lasse ihren Ankündigungen Taten folgen – "ganz im Gegensatz zu vielen anderen hier bekannten Versprechungen und erlebten Illusionen".

Könnte die EHS ihr "Wohnen Plus"-Objekt umsetzen, würde dieses schöne Gebäude innerhalb kurzer Zeit wieder zum Leben erweckt und mehr als 40 Wohnungen für ältere Neubürger aufweisen. "Dies wäre nicht nur positiv für eine lebendige Infrastruktur an der jetzt zwar neuen, aber ziemlich leeren Kurpromenade, sondern auch gut für den Stadtsäckel, ein Signal zur Gartenschau direkt davor (!) und obendrein ein Zugewinn für die umliegenden Geschäfte", so Schäfer.

Außerdem sei dieses "WohnenPlus"-Konzept – "siehe Bad Wildbad und anderswo" –, zukunftsweisend. "Wir bitten Sie um Beantwortung, was Sie in dieser Angelegenheit unternehmen", heißt es abschließend.

Hauptgeschäftsführer bedankt sich

EHS-Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider bedankte sich bereits bei Schäfer für dessen offenen Brief und seine Unterstützung. "Es tut gut zu wissen, dass es auch Stimmen in Bad Herrenalb gibt, die unser Konzept gut finden und befördern möchten." Eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass sich die EHS in einer Stadt engagiere, sei eine spürbare Unterstützung des Gemeinwesens. Bad Wildbad sei dafür ein gutes Beispiel. Schneider: "Wir können mit unseren Investitionen und unserem quartiersorientierten Dienstleistungsverständnis nur Erfolg haben, wenn Kommune und Kirche sowie Vereine und Organisationen vor Ort unsere Arbeit mittragen.

Deshalb respektieren wir den mehrheitlichen Willen des Gemeinderates und versuchen mit Nachdruck das Hotel am Kurpark an einen Hotelbetreiber zu verkaufen." Man sei aber nach wie vor überzeugt "von unserem Konzept ›Wohnen Plus‹ im Wohnstift am Kurpark und werden uns deshalb konstruktiven Gesprächen nicht verschließen, wenn uns der Gemeinderat sein Vertrauen ausspricht".

Von der Bad Herrenalber Stadtverwaltung wurde Schäfer am Montagnachmittag mitgeteilt: "Es steht bei uns schon seit Längerem fest, dass das Thema ›Wohnen Plus‹ in der nächsten Gemeinderatssitzung am 22. Februar behandelt wird."

 
 

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