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Bad Herrenalb Investorinnen beim Bürgermeister

Schwarzwälder-Bote, vom 26.01.2012 21:00 Uhr
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Anno dazumal: Von 1965 bis 1993 war die "Klosterschänke" mit einem Michelin-Stern dekoriert. Foto: Schwarzwälder-Bote
Anno dazumal: Von 1965 bis 1993 war die "Klosterschänke" mit einem Michelin-Stern dekoriert. Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Markus Kugel Bad Herrenalb. Wie geht es mit dem Projekt Mönchs Posthotel in der Bad Herrenalber Stadtmitte weiter? Bürgermeister Norbert Mai sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, diese Woche seien die zwei Investorinnen aus Sibirien bei ihm im Rathaus gewesen.Am 9. Februar 2011 ist der städtebauliche Vertrag unterzeichnet worden. Danach wurde zum Pressegespräch eingeladen: Die Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH investiere 13 Millionen Euro ins traditionsreiche Mönchs Posthotel, teilte man freudig mit. Bis Ende des Jahres 2012 solle das gesamte Projekt fertig sein.

Seither ist einiges passiert. Wie der Bürgermeister jetzt informierte, hätten ihm die zwei Investorinnen mitgeteilt, das Hotel selber betreiben zu wollen. Der städtebauliche Vertrag werde eingehalten. Doch der Zeitrahmen verschiebe sich. Ende dieses Jahres werde das Hotel nicht fertig. Die beiden Frauen hätten dafür unterschiedliche Gründe angeführt. Künftig wollten die Kapitalanlegerinnen vor Ort präsent sein und selbst den Bau mit dem Planer koordinieren. Hotel, "Locanda", "Klosterschänke" und Gebäude am Rathausplatz – in ungefähr zwei Monaten, so das Stadtoberhaupt, soll dem Gemeinderat ein Gesamtkonzept mit Bauzeitenplan vorgelegt werden. Danach könnten die Stadträte das Bebauungsplanverfahren in Gang setzen. Die Investorinnen seien sehr daran interessiert, dass es weitergehe, bemerkte Mai.

Ein kleine Fläche, die an das Mönchs-Posthotel-Areal angrenzt, wurde von der Stadt veräußert. Die Option für die Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH, einen Teil der Stadtgärtnerei zu kaufen, ist mittlerweile abgehakt. Geplant war hier, ein Gebäude mit 3000 Quadratmetern beziehungsweise 27 oder 28 Suiten zu errichten. Möglicherweise findet dieses Areal für eine soziale Einrichtung Verwendung.

Somit wird ins Projekt Mönchs Posthotel weniger Geld investiert als anfangs angedeutet. Zumal auch die Tiefgarage (die Zufahrt erfolgt von der Dobler Straße her) nur noch 34 Stellplätze aufweisen soll. Der Spa-Bereich ist des Weiteren vorerst lediglich im Innenbereich vorgesehen.

Der Neubau am Rathausplatz weist acht Appartements, acht Hotel-Suiten und vier Ladengeschäfte auf. Das Hotel hat 25 Zimmer und acht sind im Obergeschoss der "Klosterschänke", stellte der Bürgermeister fest.

Der Gemeinderat wurde vom Schultes über den aktuellen Stand informiert. Im Februar sollen die zwei Investorinnen nicht öffentlich den Stadträten Rede und Antwort stehen.

Wichtig ist für Norbert Mai noch mal darauf hinzuweisen, dass "das Hotel von einem Privaten an Privat verkauft worden ist". Das öffentliche Interesse sei durch den städtebaulichen Vertrag gewährleistet. Das Hotel dürfe nur als Hotel geführt werden, eine Nutzungsänderung sei nicht möglich. Ansonsten habe die Stadt wenig Einflussmöglichkeiten. Nach den Gesprächen, so der Schultes, gehe er davon aus, dass es zügig vorwärts gehe und es zu einem positiven Abschuss komme.

Kommentare (7)
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FEB
07
17:48 Uhr, geschrieben von e.m.
Kein Bild, warum nicht?
Wir denken wie Karl W. es sagt. Hätte der Bürgermeister ein Treffen mit den Investorinen, dann hätte es auch ein Bild in der Zeitung gegeben. Hier kann jeder für sich nur rätseln. Wir hier fragen uns, ist das schlitzohrig oder schon mehr? Jendenfalls denken wir, es gibt sie nicht, diese unternehmerinnen von da hinten aus sibirien. Es tut aber schon weh, wenn man daran denkt, da sind menschen, denen es nichts aus macht, so mit uns anständigen Bürgern umzugehen.
FEB
03
18:04 Uhr, geschrieben von Karl W.
Bildreif
Nun wird es aber langsam Zeit für ein gemeinsames Bild es zeigt von links nach rechts (BM Mai,die Investorinnen,Herr Abel) Warum gibt es dieses Bild noch nicht? Ist die Sache noch nicht in trockenen Tüchern. Sonst erscheint Herr Mai doch auch bildhaft ob er nun eine Rohrleitung bei 28 Grad im Sommer im Jacket im Althof einweiht oder Prospekte geschäftig hemdsärmelig auspackt und froh über das Erschaffte ist. Ist die Zeit evtl. noch nicht reif dafür? Negatives bringt direkte Minuspunkte, dessen ist sich ein Diplomat und Medienpolitiker sicher.
JAN
30
08:47 Uhr, geschrieben von e.m.
Dauerhafter Schandfleck vor dem Kurhaus?
Warum reißt man direkt vor dem Kurhaus ein nicht unansehnliches Haus teilweise ab, um dann eine häßliche Schuppen-Ruine stehen zu lassen? Ist das die besondere Kunst eines Rathausarchitekten, erst ein Haus plattzumachen, ohne sich zu vergewissern, wie es weitergeht? Da steckt doch Planung dahinter, die keiner versteht. Ist hier auch „nur“ von Privat zu Privat gehandelt worden? Mußte behördlicherseits keine Abrißgenehmigung mit entsprechenden Auflagen dazu erteilt werden? Macht hier nicht einer an der Verwaltung vorbei was er will? Wir sind gespannt, ob der neue Bauamtsleiter auch wieder an diesem Einfluß scheitert.
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