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Von Markus Kugel Bad Herrenalb. Wie geht es mit dem Projekt Mönchs Posthotel in der Bad Herrenalber Stadtmitte weiter? Bürgermeister Norbert Mai sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, diese Woche seien die zwei Investorinnen aus Sibirien bei ihm im Rathaus gewesen.Am 9. Februar 2011 ist der städtebauliche Vertrag unterzeichnet worden. Danach wurde zum Pressegespräch eingeladen: Die Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH investiere 13 Millionen Euro ins traditionsreiche Mönchs Posthotel, teilte man freudig mit. Bis Ende des Jahres 2012 solle das gesamte Projekt fertig sein.
Seither ist einiges passiert. Wie der Bürgermeister jetzt informierte, hätten ihm die zwei Investorinnen mitgeteilt, das Hotel selber betreiben zu wollen. Der städtebauliche Vertrag werde eingehalten. Doch der Zeitrahmen verschiebe sich. Ende dieses Jahres werde das Hotel nicht fertig. Die beiden Frauen hätten dafür unterschiedliche Gründe angeführt. Künftig wollten die Kapitalanlegerinnen vor Ort präsent sein und selbst den Bau mit dem Planer koordinieren. Hotel, "Locanda", "Klosterschänke" und Gebäude am Rathausplatz – in ungefähr zwei Monaten, so das Stadtoberhaupt, soll dem Gemeinderat ein Gesamtkonzept mit Bauzeitenplan vorgelegt werden. Danach könnten die Stadträte das Bebauungsplanverfahren in Gang setzen. Die Investorinnen seien sehr daran interessiert, dass es weitergehe, bemerkte Mai.
Ein kleine Fläche, die an das Mönchs-Posthotel-Areal angrenzt, wurde von der Stadt veräußert. Die Option für die Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH, einen Teil der Stadtgärtnerei zu kaufen, ist mittlerweile abgehakt. Geplant war hier, ein Gebäude mit 3000 Quadratmetern beziehungsweise 27 oder 28 Suiten zu errichten. Möglicherweise findet dieses Areal für eine soziale Einrichtung Verwendung.
Somit wird ins Projekt Mönchs Posthotel weniger Geld investiert als anfangs angedeutet. Zumal auch die Tiefgarage (die Zufahrt erfolgt von der Dobler Straße her) nur noch 34 Stellplätze aufweisen soll. Der Spa-Bereich ist des Weiteren vorerst lediglich im Innenbereich vorgesehen.
Der Neubau am Rathausplatz weist acht Appartements, acht Hotel-Suiten und vier Ladengeschäfte auf. Das Hotel hat 25 Zimmer und acht sind im Obergeschoss der "Klosterschänke", stellte der Bürgermeister fest.
Der Gemeinderat wurde vom Schultes über den aktuellen Stand informiert. Im Februar sollen die zwei Investorinnen nicht öffentlich den Stadträten Rede und Antwort stehen.
Wichtig ist für Norbert Mai noch mal darauf hinzuweisen, dass "das Hotel von einem Privaten an Privat verkauft worden ist". Das öffentliche Interesse sei durch den städtebaulichen Vertrag gewährleistet. Das Hotel dürfe nur als Hotel geführt werden, eine Nutzungsänderung sei nicht möglich. Ansonsten habe die Stadt wenig Einflussmöglichkeiten. Nach den Gesprächen, so der Schultes, gehe er davon aus, dass es zügig vorwärts gehe und es zu einem positiven Abschuss komme.