Bad Herrenalb Erst Baustelle, dann Gartenschau

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Der Spatenstich zum Auftakt der Neugestaltung des Kurparks für die Gartenschau 2017 erfolgte im Oktober vorigen Jahres: Bürgermeister Norbert Mai (Vierter von links) wurde tatkräftig unterstützt vom Landtagsabgeordneten Thomas Blenke, Landrat Helmut Riegger, Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm sowie Ministerialdirigent Joachim Hauck (von links). Foto: Kugel

Bad Herrenalb - Das Motto lautet vielversprechend: "Blütentraum und Schwarzwaldflair". Vom 13. Mai bis 10. September 2017 geht in Bad Herrenalb die kleine Landesgartenschau über die Bühne. Derzeit ist die Kur- und Tourismusstadt im oberen Talkessel des Albtals eine große Baustelle.

Erwartet werden an den 121 Tagen im nächsten Jahr 200 000 Besucher. Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun.

Es liegt schon eine ganze Weile zurück: Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum schrieb Ende 2008 die jeweils fünf Landesgartenschauen und Grünprojekte (kleine Landesgartenschauen) der Jahre 2015 bis 2025 aus. Es gingen 41 Bewerbungen ein. Am 15. Dezember 2009 stand fest: Bad Herrenalb gehört zu den Gewinnern. "Das blaue Band der Alb" überzeugte den Ministerrat. Ende 2011 wurden im rund 7500-Seelen-Ort die Preisträger des Ideen- und Planungswettbewerbs vorgestellt.

Beim Konzept der Landschaftsarchitekten rückt das Flüsschen Alb mehr in den Mittelpunkt des Stadtbilds: Sitzstufen und naturnahe Ufergestaltung machen das Wasser erlebbar. Durch die ökologische Aufwertung gibt das Gewässer auch Tieren ein Stück Lebensraum zurück.

Wie ein blaues Band schlängelt sich die Alb durch den Kurort und verbindet die Ausstellungsbereiche zu einem Ganzen: Am historischen Klosterareal vorbei fließt das Flüsschen entlang des neu gestalteten Rathausplatzes, durch den Kurpark bis hin zur weitläufigen Schweizer Wiese. Dort, wo einst eine der modernsten Bäderlandschaften hätte entstehen sollen, die angeblichen Geldgeber aber sang- und klanglos abtauchten.

Tageskarte für Familien kostet 26 Euro

Im Oktober 2014 ging es los mit den Arbeiten. Das Interesse der Bürger nimmt seither stetig zu. Das zeigt sich auch an den Teilnehmerzahlen bei den Baustellenführungen. Diesen Monat gibt es wieder Infos vor Ort.

Die Neugestaltung des Rathausplatzes kostete mehr als 1,8 Millionen Euro. Momentan werden die Kurpromenade umgebaut und der Kurpark auf Vordermann gebracht.

Das Gartenschaugelände umfasst inklusive Klosterareal zehn Hektar (ha). Der eingezäunte Bereich gliedert sich so auf: Kurpark circa vier ha und Schweizer Wiese rund 3,7 ha.

In der jüngsten Sitzung des Gartenschauausschusses wurde festgelegt: Die Einzelkarte für die Bad Herrenalber Gartenschau 2017 kostet 13 Euro. Es wurde deutlich gemacht, dass die Eintrittspreise für die Gartenschauen in Baden-Württemberg seit Jahren nicht mehr angepasst worden seien. Bisher habe der Preis einer regulären Einzelkarte elf Euro pro Person betragen.

Der Eintritt beinhaltet grundsätzlich den Zugang zu allen Veranstaltungen auf dem Gartenschaugelände. Für Familien kostet eine Tageskarte übrigens 26 Euro, eine Dauerkarte 164 Euro.

Dem Konzept für die temporären Bauten hat der Ausschuss außerdem zugestimmt. Bei der großen Bühne auf der Schweizer Wiese wird eine Überdachung für rund 400 Personen benötigt. Diese soll mindestens eine Höhe von etwa acht Meter aufweisen. Für Aussteller, die ein durchgehendes Informationsangebot bieten, gibt es Ausstellungspavillons. Besonderen Wert legt man auf eine einheitliche Gestaltung.

Zartes weiß-grünes Federgras, apricotfarbene Löwenmäulchen und violette Petunien – für dieses Pflanzenkonzept entschieden sich die Bad Herrenalber, die vor Kurzem zum Bürgerprojekt "Blumeninitiative" ins Gartenschauhaus (ehemaliges Grundschulgebäude) kamen. Die favorisierten Pflanzen greifen die Farbtöne des Gartenschau-Logos auf und passen zum Sommerflor, der 2017 im Kurpark dann für Blütenpracht sorgen soll. Ihren blühenden Auftritt haben die Pflanzen bei der "GartenVORschau", dem "1-Jahr-vorher-Fest" am Pfingstsamstag. Alle Gartenfreunde sind dann auf den Rathausplatz eingeladen, um gemeinsam Blumenkübel-, Töpfe und Kästen für Zuhause zu bepflanzen und sich so auf die Großveranstaltung im nächsten Jahr einzustimmen.

Bürger planen und realisieren Projekte

Die "Blumeninitiative" ist ein Vorhaben, das aus einer Vielzahl von Bürgerideen zur Gartenschau Bad Herrenalb 2017 umgesetzt wird. Wie die Projekte "Klostergarten" und "Bürgergarten" planen, realisieren und betreuen auch dieses engagierte Bad Herrenalber. Insgesamt sind bei der Stadtverwaltung rund 140 Ideenkarten mit fast 300 Vorschlägen eingegangen.

Die gärtnerischen Fakten des Grünprojekts sehen so aus: 1000 Quadratmeter (qm) Sommerblumen, 1000 qm Stauden, 500 qm Geophyten, 87 Bäume und 100 Sträucher.

Und hier noch ein Blick auf die Finanzen: Der Investitionshaushalt sieht rund zehn Millionen Euro Netto-Baukosten vor, abzüglich voraussichtlicher durchschnittlicher Fördermittel des Landes in Höhe von 60 Prozent. Der Durchführungshaushalt umfasst etwa 5,2 Millionen Euro netto.

Geschäftsführer für den operativen Bereich des Eigenbetriebs "Gartenschau Bad Herrenalb 2017" ist Joachim Hübner, der auf eine langjährige Erfahrung im Bereich Planung- und Baumanagement zurückblickt. Den kaufmännischen Sektor deckt schließlich Stadtkämmerin Sabine Zenker ab.

  
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