Bad Herrenalb Eine höchst anspruchsvolle Aufgabe

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Lob der Ausschussmitglieder gab es für das Sommerflorkonzept für die Gartenschau 2017. Foto: Kugel Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Markus Kugel

Sommerflor und Helfer: Mit zwei wichtigen Konzepten befasste sich der Bad Herrenalber Gartenschauausschuss am Donnerstagabend.

Bad Herrenalb. Es gehe schlichtweg um Blumen, bemerkte Landschaftsarchitekt Stefan Fromm. Er stellte das von der erkrankten Planerin Christine Orel (Büro Orel + Heidrich Landschaftsarchitken aus Herzogenaurach) erstellte Sommerflorkonzept vor. Bei diesem speziellen Thema brauche man Spezialisten, so Fromm. Es sei nicht einfach, dass alles zum richtigen Zeitpunkt blühe. Er arbeitet schon lange mit der Planerin zusammen. Dutzende Gartenschauen habe sie schon gemacht. Im Gegensatz zum Wechselflor werde bei der kleinen Landesgartenschau zu Beginn nur ein Mal eine Bepflanzung erfolgen.

Der Pflegeaufwand ist hoch, war zu erfahren. Allerdings ist das Sommerflor auch ein Kernteil der Gartenschau. Finanziell, so Tim Rohrer, Leiter Ausstellung und Betrieb, sei das Ganze abgedeckt.

Insgesamt werden 1000 Quadratmeter Sommerflor-Flächen bespielt. Das Konzept, dem das Gremium geschlossen zustimmte, sieht folgende Gestaltungsthemen vor: Blütenband entlang der Hauptwege – innerhalb des Gartenschaugeländes und auf dem Rathausplatz als Verbindung zum Klosterviertel. Im Kurpark sollen die Farben Rot, Violett und Rosa, auf der Schweizer Wiese die Farben Gelb sowie Orange eingesetzt werden. Mit einem sanften Übergang des Farbverlaufs möchte man laut Sitzungsvorlage ein fließend-harmonisches Bild vermitteln. Kontrastierende Blütenpunkte markieren bestimmte Bereiche entlang der Wege. Hierbei sollen die Farben Blau und Weiß verwendet werden.

Klassische Formen

Die Pflanzenauswahl beinhaltet klassische Formen und folgt einem "traditionell-urgärtnerischen Stil". Die Sommerflor-Flächen sollen neben Geophyten auch einen Anteil von 20 Prozent Stauden (Frühlingsblüher, Blattstauden), die über die Gesamtflächen verteilt sind, enthalten. Diese will man nach der Gartenschau in kleinen Beeten für die Dauernutzung zusammenführen. Zusätzlich fürs Gartenschaujahr soll eine Abstimmung bezüglich des Sommerflors für die Gesamtstadt erfolgen.

Bei den Ausführungen von Fromm war unter anderem zu erfahren: Durch das Gelände der Gartenschau ziehen sich als begleitendes Element zu den übrigen Ausstellungsthemen prächtige Sommerblumenflächen. Und zwar in zwei unterschiedlichen Ausprägungen: einmal als lineare schmale Bänder und als Kontrast dazu als deutliche Punkte in kompakten Flächenformen. Dabei sind die Bänder in einem feinen Farbverlauf gestaltet sowie die Punkte mit einer eindeutigen Hauptfarbe, die von Kontrastfarben zurückhaltend ergänzt werden. Sowohl die Farben als auch die damit einhergehende Pflanzenauswahl stehen in engem Zusammenhang mit dem Charakter der Umgebung.

Bei der Schweizer Wiese spielen Gräser eine große Rolle. Allgemein sind die Pflanzungen im Kurpark ruhiger und nicht so verwoben wie bei den Bändern der Schweizer Wiese – somit ganz klassisch gruppiert.

Ansprechpartner für Besucher

Auch die Umsetzung des Helferkonzepts ist im Durchführungshaushalt zu finden. Rund 60 Personen sind für den Besucherempfang, das Geländeteam und Gästeführungen (hier muss eine Prüfung absolviert werden) eingeplant.

Besucherempfang bedeutet: Gäste willkommen heißen, Ansprechpartner, einfaches Beschwerdemanagement, Evakuierungshelfer, Einlasskontrolle. Unter Geländeteam ist zu verstehen: Ansprechpartner, grobe Geländereinigung, kleinere Reparaturen, Unterstützung bei Aufbauarbeiten für Veranstaltungen, Parkplatzeinweisung, Evakuierungshelfer.

Interessenten für die Helfergruppen können sich ab Mitte des Jahres bis Oktober melden. Hierzu werden "Helferkarten" erstellt und auf der Internetseite Kontaktmöglichkeiten und Informationen angeboten. Man erfasst den Einsatzwunsch sowie die Kontaktdaten.

Im September ist eine Informationsveranstaltung geplant, die über die spezifischen Anforderungen an die Bewerber und deren Einsatz detailliert in Kenntnis setzt. Ende Oktober läuft die Bewerberfrist ab und im November finden die Auswahlgespräche der Bewerber statt. Anfang Dezember ist die Auswahl der Helfer abgeschlossen. Im Anschluss findet dann die erste Schulung aller Teams statt. In den folgenden Monaten werden dann die Helfer der unterschiedlichen Gruppen spezifisch auf ihre Einsätze hin geschult und ausgebildet – bis April 2017.

Je nachdem, welche Personengruppen sich melden, werden die Arbeitsverträge ausgewählt. Zugrunde liegt der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst.

Tim Rohrer bezeichnete den Besucherempfang als höchst anspruchsvolle Aufgabe, das Geländeteam als "unglaublich wertvolle Tätigkeit".

Es geht ans Eingemachte. Die Gartenschau in Bad Herrenalb beginnt am 13. Mai 2017. Nach und nach werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. So zeigten sich die Mitglieder des Gartenschauausschusses vom Sommerflorkonzept begeistert. Und das Helferkonzept wurde kopfnickend zur Kenntnis genommen. Nächsten Monat steht die Entscheidung an, wie hoch die Eintrittspreise sein sollen. Sicher ist, dass man mehr als die bislang üblichen elf Euro für eine Einzelkarte verlangen will. Ob Zusatztickets bei besonderen Veranstaltungen sinnvoll sind? Um diese Entscheidung zu erleichtern, muss das Gros der geplanten Hauptacts feststehen. Weshalb die Ausschussmitglieder am wenigsten gefordert sind. Ist doch das A und O, dass sie detaillierte Unterlagen bekommen. Und hierzu muss sich das Gartenschau-Team noch mächtig ins Zeug legen.

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