Bad Herrenalb Ein langer Leidensweg steht bevor

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Den Kampf der Frauen ums Stimmrecht zeigt der Film "Suffragette". Foto: Veranstalter Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Markus Kugel

Der Soroptimist Club Bad Herrenalb/Gernsbach macht wieder auf sich aufmerksam. Er kooperiert mit dem Merkur-Film-Center in Gaggenau. Gezeigt wird am heutigen Internationen Frauentag ein berührendes Drama.

Bad Herrenalb/Gaggenau. "Drehbuchautorin Abi Morgan gelingt mit ›Suffragette – Taten statt Worte‹ ein großartiger Spielfilm zur Geschichte der Frauenbewegung", so lautet beispielsweise eine der vielen positiven Kritiken. Den brandneuen und jetzt schon hochgelobten Film präsentiert das Merkur-Film-Center Gaggenau-Ottenau in Zusammenarbeit mit dem Soroptimist International Club Bad Herrenalb/Gernsbach. Und zwar ab 19.45 Uhr. Der Eintritt kostet 8,50 Euro.

Hungerstreiks

Es ist laut Mitteilung noch nicht einmal 100 Jahre her, als die deutschen Frauen zum ersten Mal am 19. Januar 1919 ihr Wahlrecht ausüben durften. Den Kampf um das Frauenwahlrecht führten die sogenannten Suffragetten Anfang des 20. Jahrhunderts mit öffentlichen Protesten, mit Hungerstreiks und Demonstrationen. Emmeline Pankhurst (Oscarpreisträgerin Meryl Streep) gründet 1903 in Großbritannien die Frauenvereinigung WSPU, Women’s Social and Political Union. Das Ziel der politischen Gruppe: das Wahlrecht für Frauen.

Die zunächst friedlichen Aktionen führen nicht zum gewünschten Erfolg, so dass sie im Jahr 1912 die komplette Rebellion ausrufen. Die Frauen ketten sich auf öffentlichen Plätzen an, werfen Fensterscheiben ein und zünden kleine Sprengsätze. Mit ihren radikalisierten Methoden erklären sie den herrschenden Machtverhältnissen den Krieg.

Dabei werden sie vom Gesetz mit der größten Härte verfolgt. Die Frauen müssen einen langen Leidensweg hinter sich bringen, bevor ihnen schließlich 1928 das volle Wahlrecht zuerkannt wird. Das berührende Filmdrama erzählt, so die Information des Concorde-Filmverleihs, die wahre Geschichte der Suffragette-Bewegung. Es werden fiktive Figuren zusammen mit historischen Personen gezeigt.

Weltweite Stimme

Für Soroptimist International zählen die Fragen der rechtlichen, sozialen und beruflichen Stellung der Frau zu den Hauptthemen der Organisation, die seit 1921 besteht. Als "eine weltweite Stimme der Frauen" fordert sie über die 3000 Clubs mit ihren 80 000 Mitgliedern in der öffentlichen Diskussion die Rechte der Frauen ein (www.soroptimist.de)

Der Club Bad Herrenalb/Gernsbach gehört zu den 212 deutschen Clubs mit mehr als 6500 Mitgliedern. Soroptimist International hat als Nichtregierungsorganisation (NGO) allgemeinen Konsultativstatus bei ECOSOC, dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, und ist mit Repräsentantinnen in weiteren UN-Unterorganisationen in New York, Genf, Wien und Paris vertreten.

22 Mitglieder

Der Soroptimist International Club Bad Herrenalb/Gernsbach hat, so ist es im Internetauftritt zu lesen, zurzeit 22 aktiv Mitglieder. Präsidentin ist Marina Diercksen-Hauer (Architektin). Die Vorstandschaft setzt sich so zusammen: erste Vizepräsidentin: Monika Petermann-Wunder; Schriftführerin: Monika Petermann-Wunder; stellvertretende Schriftführerin: Cornelia Dürrfeld; Schatzmeisterin: Ursula Fischer; Delegierte: Anja Ebbing; stellvertretende Delegierte: Waltraud Schultheiß; Hilfsfonds: Ulrike Tobisch-Kohlbecker; Kontakte: Brigitte Höppner; Programmdirektorin: Ute Zächelein; Programmassistentin: Sabine Kauffer.

Hausfrau als Beruf

Zur Mitgliedschaft teilt der Club mit: Wer berufstätig ist – auch Hausfrau ist bei Soroptimist International ein Beruf –, und sich für die Organisation interessiert, kann Kontakt mit dem Extension-Komitee aufnehmen. Die Adressen lauten: Monika Petermann-Wunder (wundergagg@web.de); Waltraud Schultheiß (waltraud.schultheiss@web.de); Marina Diercksen-Hauer (mdh@mdh-ergoconsult.de).

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