
Bad Herrenalb - Seit 1996 gibt es den Wochenmarkt im Zentrum der Stadt Bad Herrenalb. Erst auf der Klosterstraße, inzwischen auf dem Rathausplatz.
Immer freitags, zwischen 14 und 18 Uhr, bieten (in den Sommermonaten) mehr als zehn Händler ihre Waren an. Die derzeitige Kälte lässt die Zahl der Marktbeschicker drastisch schrumpfen.
Die Blumenhändler und auch der Anbieter Pfälzer Spezialitäten sind wegen des Frostes nicht gekommen – lediglich fünf Marktbeschicker boten am vergangenen Freitag ihre Waren an. Unter ihnen Erika Becker aus Ettlingen. Seit etwa sieben Jahren verkauft sie regelmäßig Trockenfrüchte und selbst gemachte Marmeladen. Drei Pullover und ein dicker Mantel sowie warme Schuhe schützen sie vor den eisigen Temperaturen. "Das ist alles nicht so schlimm", sagt sie und hofft trotzdem auf gute Umsätze. Sie ist die einzige Händlerin ohne schützendes Zelt oder Verkaufswagen. Bei etwa zehn Grad unter Null streikt jedoch zunächst ihre elektronische Waage. Hilfe kam spontan von Andreas Müller, der wenige Meter weiter seine "Ostalgie-Waren" wie Spreewaldgurken und Thüringer Bratwurst anbietet. Ein kleiner Heizlüfter lässt schon wenig später die Waage funktionieren.
Wolfgang Lauser hat es da in seinem Verkaufswagen für Brot und Backwaren etwas "kuscheliger". Ihn wärmt ein Propangas-Ofen und auch die Verkaufswagen der Bauernhof-Metzgerei aus Schömberg und vom Händler für Milchprodukte aus Bad Wildbad bieten etwas Schutz vor der Kälte.