Bad-Dürrheim Schulung angeboten

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Kinderschutz und Führungszeugnisse waren die Themen, zu denen die Jugendamtsleiterin Silke Zube (links) und ihre Mitarbeiterin Ramona Götz bei der Vereinsvertreterversammlung referierten. Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder-Bote

Bad Dürrheim (kal). Die Vereine haben eine Verantwortung gegenüber den ihnen anvertrauten Kindern, weshalb dem Paragraf 72a Bundeskinderschutzgesetz besondere Bedeutung zukommt. Verdeutlicht wurde dies den Teilnehmern an der Vereinsvertreterbesprechung von Silke Zube, der Leiterin des Kreisjugendamtes Schwarzwald-Baar, und ihrer Mitarbeiterin Ramona Götz.

Der Paragraf soll verhindern, dass einschlägig vorbestrafte Personen für Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe einschließlich der Jugendarbeit eingesetzt werden. Mit einer Sicherstellungsvereinbarung verpflichten sich die Vereine, Schutzkonzepte vorzuhalten und sich in bestimmten Fällen ein erweitertes Führungszeugnis von Jugendleitern vorlegen zu lassen. In ein erweitertes Führungszeugnis kommen alle Verurteilungen über 90 Tagessätzen, jedoch auch Verurteilungen unter 90 Tagessätzen, wenn sie bereits im Zentralregister stehen. Ebenso Straftaten wie zum Beispiel sexueller Missbrauch und Verletzung der Fürsorge-oder Erziehungspflicht.

Die Referentin gab zu bedenken, dass das erweiterte Führungszeugnis alleine jedoch keinen ausreichenden Schutz biete, und es deshalb wichtig sei, aufmerksam zu sein, zu schulen und ein Schutzkonzept zu erstellen und dessen Inhalt fortlaufend zu prüfen.

Eine kostenlose Schulung zur Umsetzung des Schutzkonzeptes nach Paragraf 72 findet am Dienstag, 25. Oktober, von 18 bis 21.30 Uhr im Karl-Haag-Saal der Stadtbibliothek Schwenningen statt. Die Teilnahme an der Schulung ist unabhängig vom Abschluss der Sicherstellungsvereinbarung mit dem Jugendamt. Eine solche haben laut der Kreisjugendamtsleiterin bislang 63 Bad Dürrheimer Vereine unterschrieben. Das Nichtunterschreiben der Vereinbarung kann sich negativ auswirken, falls etwas passiert, das vor Gericht landet, meinte Silke Zube.

Im Regelfall ist vorgesehen, dass die Einsichtnahme des erweiterten Führungszeugnisses beim Vereinsvorstand erfolgt, der auch das Zeugnis aufzubewahren hat.

Es gibt jedoch auch einen anderen Weg, für den sich schon etliche Städte entschieden haben und den auch die Stadt Bad Dürrheim gehen wird. Bürgermeister Walter Klumpp kündigte die Schaffung einer neutralen Einsichtsstelle an.

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